Warum und Wieso
Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben.
Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind.
In dieser Folge
Transkript Zuversicht verstehen, verstärken und verbreiten als Führungskraft, Teil 2
[00:00:00] Stella: Ich würde sagen, es ist vor allem als Chef ganz wichtig, dass du deinen Mitarbeitern nicht irgendwie sagst, ihr macht das alles falsch und das, sondern da auch positiv zu sein und auch als Mitschüler oder Mitarbeiter sich gegenseitig zu unterstützen und versuchen, sich nicht den Tag schlechter zu machen.
[00:00:17] Alessandro: Also man muss sich immer sein Ziel vor Augen halten, denn egal wie schwer es wird, man kann dann immer sich vorstellen, was man schaffen will und auf der Grundlage kann man dabei bleiben, was man schaffen will.
[00:00:27] Nathalie: Zuversicht zu finden, wenn man die Medien anhört oder liest oder sich darüber unterhält, was derzeit in der Welt stattfindet, dann fällt es einem wirklich schwer, zuversichtlich zu sein.
[00:00:41] Panna: Ja, ich würde mich auf jeden Fall nicht mehr stressen. Also ich merke so, die meisten Dinge passieren einfach, ohne dass ich da wirklich großen Einfluss drauf habe und einfach so ein Zurücklehnen, Entspannen und mein Bestes geben. Und dann ist irgendwie so diese Zuversicht, dass es schon werden wird.
[00:00:56] Stella: Also ich glaube, es ist sehr wichtig, sich nicht zu viel mit negativem Inhalt zu beschäftigen. Natürlich muss man das. Und es ist auch total okay. Aber man sollte sich nicht nur mit Negativem vollballern. Und ich glaube immer Menschen bei sich zu haben, die einen motivieren, die einem sagen, dass alles gut wird, die einen unterstützen. Das ist sehr hilfreich.
[00:01:17] Christian Thiele: Mich selbst nicht mit Negativem, mit Negativität vollballern. Trotzdem was gerade in der Welt los ist und in den Medien darüber berichtet wird. Ziele vor Augen haben. Unterscheiden zwischen dem, worauf ich Einfluss habe und worauf nicht. Als Chefin, als Chef da sein für die Leute und sie loben für das, was sie gebacken kriegen und nicht bloß mit dem Finger zeigen auf das, was sie nicht oder noch nicht perfekt können. Das sind schon mal super schlaue, super hilfreiche Tipps. Hacks Hinweise für mehr Zuversicht, die ihr hier gehört habt von Alessandro, Florian, Nathalie, Panna, Stella. Danke euch. Grüß dich! Hallo, Moin, Moin oder was auch immer du hörst oder hören willst oder sagst zu Positiv führen dem Podcast von und mit mir. Christian Thiele Für Führungskräfte, die pragmatisch genug sind, um zu wissen, dass kein Podcast dein Leben verändern wird, aber neugierig genug, um trotzdem hier dabei zu sein und einzuschalten. Danke schon jetzt. Du hast Verantwortung für Teams, Projekte, Abteilungen und bestimmt auch für Menschen, die selbst wiederum Verantwortung haben für Teams, Projekte, Abteilungen oder gleich ganze Werke. Ja, Kalenderweisheiten, Sprüche, die können vielleicht helfen, gibt es hier aber nicht. Was es hier gibt Werkzeuge aus der Forschung, aus der Praxis, aus Gesprächen mit Menschen, die beides tun. Die beides können, nämlich Denken und tun, handeln und darüber reflektieren. Theorie und Praxis. Wie in der letzten Episode geht es auch diesmal um Zuversicht. Was heißt eigentlich Zuversicht, was nicht? Wieso ist Zuversicht wichtig für mich selbst, für mein Team, für meine Organisation? Darum ging es in der Episode vor zwei Wochen.
[00:03:08] Christian Thiele: Und darum geht es in unserem Audiokurs jetzt neu auf LinkedIn Learning über die ShowNotes abzurufen. Und in dieser Episode, in dieser Folge geht es um das How, also wie Zuversicht finden und schöpfen in Zeiten, die gar nicht immer so einladen für Zuversicht, die gar nicht immer so rosarot sind. Und apropos rosarot. Das sind auch die Stones. Darum geht es auch. Wie du als Führungskraft Schwarzmalerei und gleichzeitig Schönfärberei vermeiden kannst und Zuversicht verströmen und verbreiten kannst gegenüber den Mitarbeitenden, im Team, in der Organisation. Auf geht's. Ein Missverständnis. Zuversicht ist gleich naive Hoffnung darauf, dass von oben oder von außen die Rettung kommt. Und ein anderes Missverständnis. Missverständnis Nummer zwei Mythos Nummer zwei Zuversicht Habe ich oder habe ich nicht. Zuversicht ist nicht bloß eine Gestimmtheit, ein Gefühl oder ein Wesensmerkmal, sondern ich kann sie gezielt beeinflussen. Wie gesagt, wieso sich das lohnt. Dazu detaillierte Audiokurs und Folge eins hier im Podcast, die Links dazu und zu anderen Inhalten in den ShowNotes. Wie das gehen kann? Dazu gebe ich Vorträge, Workshops, Coachings und das ist also das Thema dieser Episode. Erstmal also mehr Zuversicht für dich selbst finden. Vielleicht ist er der Schritt eins schon mal dir klar zu machen, dass und wieso uns das Negative immer stärker und länger und intensiver prägt als das Positive. Die Sorgen, sagt ein Kollege von mir. So schön sind die Kieselsteine, die positiven, die Mutanfälle, die Federn in unserem Leben. Und dieser negativity bias, der hat uns das Überleben gesichert, ist aber für unser Leben nicht immer von Vorteil im Alltag, weil diese Negativitätsverzerrung fokussiert vor allem auf Gefahr, auf Bedrohungen und neue Ideen, neue Lösungsansätze finden und verbreiten, Mut machen.
[00:05:25] Christian Thiele: Dazu braucht es bewusst Zuversicht, Gelassenheit und andere positive Emotionen als Gegengift quasi gegen diese Negativitätsverzerrung, gegen diesen Negativity Bias heißt erstmal Natürlich kannst du die Welt da draußen nicht abschalten oder ausblenden. Ich finde, das solltest du auch nicht. Lieferketten, Engpässe, Preisveränderungen, Zölle, Krisen darüber musst du ja halbwegs Bescheid wissen. Bloß dumm. Scrolling Über die neuesten Entwicklungen an der Frontlinie nachts um 2:30 macht dein Meeting in der Regel am nächsten Morgen nicht produktiver. Also achte bewusst darauf, Negativnachrichten zu kanalisieren über bestimmte Routinen oder Kanäle. Ich liebe zum Beispiel Wirtschaft am 12:00. Deutschlandfunk ist für mich so eine, so eine Routine, so ein Kanal. Und dir gleichzeitig aber auch bewusst Routinen und Kanäle anzugewöhnen, über die du auch immer wieder das Positive, das Inspirierende, das Gelingende in dein geistiges Immunsystem holst und vielleicht auch irgendwann sagst Jetzt ist aber mal gut mit Nachrichten. Ich bin ja ein alter Fan von YouTube und von Bono. Und dass die Band ausgerechnet an Ostern zwei Songs herausgebracht hat Days of Ash und Easter Lilly Für mich ein Wink mit dem Zaunpfahl, oder ob du jetzt auf didididim du kennst es, Here comes the Sun Von George Harrison habe ich jetzt noch mal nachgeschaut von den Beatles. Ob du darauf stehst oder auf Johnny Nashs I cann see clearly now oder Ein bisschen zeitgemäßer hören meine Kinder gern.
[00:07:09] Alles neu von Peter Fox oder was ganz anderes. Musik ist eines der wirksamsten Tools für Emotionsregulation. Gerade in Zeiten, wo ich es schwer habe mit der Zuversicht. Eine andere schöne Übung. Vielleicht ist hier was für dich. Postkarte aus dem Übermorgen. Stell dir vor, die Dinge sind in den nächsten zwei Jahren in unterschiedlichen Lebensbereichen richtig gut für dich gelaufen. Und schreib dir eine fiktive Postkarte aus der Zukunft. Vielleicht bist du gerade. Keine Ahnung. In Athen, in London oder auf dem Darß. Und beschreibe dir mal dein Leben, dein Job, deine persönliche Situation und die Schlüsselfrage dabei ist Wo und wie bin ich gerade drauf, wenn die Dinge gut für mich gelaufen sein werden? Zukunft zwei Futur zwei glaube ich, hatte meine Tochter gerade in Deutsch. All das sollte sich zuversichtlich optimistisch anfühlen und gleichzeitig auch machbar. Und vielleicht gibt es ja sogar ein paar Dinge, die du aus dieser Zukunft zurück ziehen kannst. Für dein Heute und für dein Morgen. Und damit gleich ein weiterer Tipp. Identifiziere die nächstbeste Handlung. Zuversicht braucht auch das, was die Forschung Pathway Thinking nennt, also Pfaddenken, also der Glaube, dass wir eine imaginierte Zukunft auch Wirklichkeit werden lassen können. Vorstellungskraft Macht, Hoffnung, Zuversicht, Optimismus auch möglich. Und Planung macht sie real. Planung macht Zuversicht real. Und dafür ist Peter Jensen ein schönes Beispiel. Der ist eine Legende unter den Mentalcoaches im Sport. Kanadier hat mit mehr als 100 olympischen Medaillengewinnern zusammengearbeitet, und eine Übung von ihm verwende ich gerne in meinen Coachings.
[00:09:10] Christian Thiele: Weil wenn Jensen nämlich mit neun Athleten anfängt zu arbeiten, nimmt er ein leeres Blatt Papier und in der rechten oberen Ecke schreibt er ihr persönliches Ziel hin. Ich will mich für die Olympischen Spiele 2028 qualifizieren, zum Beispiel in der unteren linken Ecke schreibt er dann den aktuellen Status des Athleten auf, zum Beispiel Dritter bei den Bayerischen Meisterschaften über 100 Meter Hürden. 110 Meter sind es, glaube ich. Und dann zieht er eine diagonale Linie von der unteren linken zur oberen rechten Ecke und beginnt in Zusammenarbeit mit der Athleten mit dem Athleten, den individuellen Weg auf dieser Zeitleiste zu planen. Und dazu muss man so ein paar wichtige kritische Marker eintragen. Keine Ahnung. Nationale Meisterschaften, Ausscheidungswettkämpfe oder sowas. Und dann wird eigentlich von rechts oben, also dem Ziel dieser imaginierten Zukunft nach links unten immer weiter rückwärts gegangen, aus der Zukunft, aus dem Übermorgen zurück engineert. Bis wir dann bei der simplen Frage landen Ja und was ist der nächste beste Schritt, den ich vielleicht heute Morgen tun kann und macht es doch auch für dich und vielleicht sogar auch mit oder für eine Mitarbeiterin, einen Mitarbeiter. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Andere zuversichtlicher machen, Zuversicht spenden und stärken. Glücklicherweise habe ich neulich eine Podcastfolge zum Thema Impro gemacht. Unglücklicherweise hast du die möglicherweise noch nicht gehört. Glücklicherweise lässt sich das leicht ändern. Was du hier gerade hörst Eine klassische Übung aus dem Impro Theater. Erzähl dir mit jemand anderem eine erfundene Geschichte. Du fängst jeden Satz mit glücklicher Weise an sie oder er erwidert mit unglücklicherweise und macht es.
[00:11:19] Christian Thiele: Mal ein, zwei Minuten. Dann die Rollen wechseln. Macht super viel Spaß. Erweitert den Horizont, passt super gut für einen Teamworkshop und zeigt auch, dass wir zu unterschiedlichen Dingen auch unterschiedliche Perspektiven einnehmen können. Und wir können viele Dinge nicht kontrollieren. Unglücklicherweise. Glücklicherweise kann gerade das uns auch entlasten. Den Hebel da ansetzen, wo es Sinn macht, wo ich überhaupt Hebel habe, mich auf das einlassen, was wir können, beeinflussen können und das auch ergehen lassen, auf das ich keinen Einfluss habe. Auch das kannst du für dich aber eben auch mit deinem Team einüben. Circles of Influence vielleicht schon mal gehört? Drei konzentrische Kreise, zum Beispiel auf einer Flipchart. Und dann schreibt jede, jeder mit Postits außen. Auf den äußeren Kreis kommen die Dinge hin, die wir eigentlich bloß hinnehmen können, aber die uns natürlich stark beeinflussen, auch wenn wir sie nicht beeinflussen können. Zölle, Strompreise, Lieferkettenprobleme. Und so weiter und so fort. Ganz innen im innersten Kreis kommt das hin, was du unter Kontrolle hast, was du konkret steuern kannst für dich in deinem Team Meeting Rituale zum Beispiel Zuständigkeitsbeschreibungen oder, oder, oder. In der Mitte kommen die Dinge rein, die Postits von Sachen, die ihr vielleicht mitbeeinflussen, wo ihr schauen könnt, ob und welche Hebel ihr da habt, aber von denen ihr auch von vornherein wisst, dass sie sie nie ganz kontrollieren könnt. Sich dazu austauschen, das zu diskutieren, gerade auch mit unterschiedlichen Perspektiven darüber, was denn wohin gehört.
[00:13:12] Christian Thiele: Für wen. Eine sehr lohnende Aufgabe, so meine Erfahrung in Workshops, die ich begleiten darf und Studien an Pflegekräften auf Intensivstationen. Also dort, wo es wirklich auch um was geht, wo schnell gehandelt werden muss, unter Druck. Die legen nahe, die sogenannte kognitive Flexibilität, stärken also Menschen dabei zu helfen, dass sie wissen, was sie unter Druck wirklich beeinflussen können und was außerhalb ihrer Möglichkeiten liegt. Das gehört zu den stärksten prädiktor Einflussfaktoren auf Arbeitszufriedenheit und Engagement den Hebel da ansetzen, wo am meisten Hebelwirkung hat. Macht Sinn, oder? Und solche sogenannte High Agency Leadership, die heißt gerade nicht allen einzureden, dass sie immer alles hinkriegen und bewerkstelligen können, solange sie bloß dran glauben. Aber wo Menschen grundsätzlich auch an Gelegenheiten statt bloß an Gefahren denken. Das zeigt etwa die jahrzehntelange Forschung von Richard Wiseman, der. Erkennen Sie und nutzen Sie diese Möglichkeiten, diese Opportunities auch mehr. Durch KI werden wir 35 % der Stellen abbauen. Wer so kommuniziert, wird die Beschäftigten eher in die Angst treiben. Und zwar sicher nicht bloß die 35 % von ihnen. Vielleicht sogar in die Hoffnungslosigkeit oder vielleicht sogar in die Sabotage. Davon höre ich immer häufiger. Wie wäre es denn mit dieser Botschaft? Durch KI bekommen wir hier alle Werkzeuge in die Hand, um Dinge leichter, schneller, effizienter erledigen zu können. Und zwar gerade auch die Dinge, die euch selber auf den Zeiger gehen. Und dann könnt ihr ein Stück mehr von dem machen, was ihr besonders gut macht, was ihr gern macht, was euch eigentlich ausmacht.
[00:15:04] Christian Thiele: Der gleiche Sachverhalt, aber eine völlig andere Botschaft und auch eine völlig andere neurologische Reaktion, die sich dann in deinem Gehirn oder den Gehirnen der Menschen abzeichnen wird, die dir zuhören. Das lässt sich nachweisen, zum Beispiel mit bildgebenden Verfahren, die solche Gehirnströme aufzeichnen. Glücklicherweise darf ich für Mittelständler, Konzerne, Start ups, Behörden immer wieder Vorträge und Workshops zu Zuversicht gestalten. Unglücklicherweise wissen das nicht alle. Glücklicherweise ändert sich das ja vielleicht jetzt. Du kannst mich dazu gern anschreiben. Für ein Sommerfest, für einen Kick off, für ein Leadership Meeting in Präsenz, in Remote, auf Deutsch, auf Englisch. Und glücklicherweise habe ich dafür die großartige ECON Referentenagentur an meiner Seite. Link dazu in den ShowNotes. Meldet euch! Wir lassen uns was Schönes einfallen, Da bin ich ziemlich zuversichtlich. Und schließlich Zuversicht auf Firmenebene. Auf Organisationsebene stärken. Dazu drei Impulse. Erstens Hast du schon mal von der 20 % Regel bei Google gehört? Das ist eine Richtlinie, bei der die Googlers dazu ermutigt werden, neben ihrer regulären Arbeit 20 % der Zeit für das aufzuwenden, was ihrer Meinung nach Google am meisten nützt. Das Ziel kreativer und innovativer arbeiten. Mehr von den eigenen Stärken zum Wohl der Organisation einbringen. Et voila. Produkte wie Google News, Gmail und Adsense sind aus dieser 20 % Zeit entstanden. Und so eine Regelung vielleicht auch erst mal zu gewissen Zeiten oder in bestimmten Bereichen kann das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung ja stärken. Und das ist laut Abraham Maslow schon seit jeher eines unserer Grundbedürfnisse. Google hat zwar vieles gemessen, aber meines Wissens noch nicht die Auswirkungen dieser 20 % Regel auf die Zuversicht unter den Mitarbeitenden.
[00:17:23] Christian Thiele: Ihr könnt es ja vielleicht mal nachholen. Impuls Nummer zwei Erklärungsmuster Wie erklärst du dir, Wie erklärt ihr euch typischerweise Erfolg und Misserfolg? Puh, Glück gehabt, dass wir diesmal das Produkt rechtzeitig rausgebracht haben. Heißt eigentlich in unserer DNA sind wir ein Saftladen. Ich hab bloß zum Glück keiner gemerkt diesmal. Oder dieser Launch ist mal wieder gescheitert. Auch dieser Kunde ist uns nach dem Pitch abgesprungen. Ja, heißt er eigentlich Wir sind. Wir bleiben. Wir waren eine Organisation, die es nicht wirklich hinkriegt. Der legendäre Pixar Mitbegründer Ed Catull hat sich sehr stark mit diesen sogenannten Explanatory Styles, also diesen inneren Erklärmustern, auseinandergesetzt und in den frühen Versionen eines Films von seinen Teams überhaupt nicht erwartet, dass die schon perfekt sind, sondern er hat Fehler, Fehlschläge, Irrtümer immer umkodiert. Zum Beispiel Dieser Entwurf war halt noch nicht gut genug. Statt Dieses Team ist scheiße, Das macht Mut, das lädt ein zum Experimentieren. Dritter Impuls Fortschritt, Feiern, Angst und Mutlosigkeit können zur Lawine werden. Und wenn wir das Schlimmste erwarten, behandeln wir uns gegenseitig mit Misstrauen und unsere Aufgaben mit Düsternis. Und wenn die Dinge schlecht laufen, wächst und verhärtet sich. Der Pessimismus wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Und deshalb finde ich es so wichtig, auch die Tatas zu feiern und nicht bloß To Do Listen aufzustellen. Und diese Liste ist eine Übung, die ich gern mit Führungsteams mache. Dabei geht es darum, weiterkommen, Etappensiege, Zwischenerfolge auf verschiedenen zeitlichen und Analyseebenen zu erkennen und anzuerkennen.
[00:19:19] Christian Thiele: Also ich, mein Team, die Organisation, was habe ich? Was haben wir in der vergangenen Woche gebacken bekommen? Im vergangenen Quartal, Im vergangenen Jahr? Eine Übungsanleitung dazu und eine Podcastfolge kriegt ihr in den ShowNotes. Ja, und dreieinhalbtens Noch ein Bonustipp für mehr Zuversicht. Die Hindernisse. Die Hürden mit einplanen. Rosarote Brille. Alles wird gut. Nein, das ist für mich keine Zuversicht. Das ist für mich naiver Optimismus. Und die Methode von Gabriele von Oettingen ist einerseits auf der individuellen Ebene, aber auch gleichzeitig für Teams, für Organisationen ein super Tool, um Zuversicht und Zielerreichung wahrscheinlicher zu machen. Indem ich nämlich wirklich auf die Hindernisse und Hürden auch draufschauen. Ich gehe hier nur kurz drauf ein und packe in die ShowNotes. Weitere Hinweise dazu WoOP steht für vier Buchstaben W wie Wunsch Wie stelle ich. Wie stellen wir uns das genau vor? Wenn wir Ziel XY oder Etappe Y erreicht haben O wie outcome, was genau ist dann anders? Wie fühlt sich das an Für mich, fürs Führungsteam, für die Kundschaft? Wenn dieser Prozess klappt, jenes Produkt erfolgreich ist? Obstacleo Nummer zwei Welche Hindernisse, welche Hürden? Innere, äußere, wahrscheinliche und nur mögliche müssen wir in den Blick nehmen, wenn wir unser Ziel erreichen oder dem näher kommen wollen. Ja, und dann wird der Buchstabe von Whoop Plan, also Element Nummer vier. Wenn wir hier scheitern, wenn wir dort auf Widerstand stoßen, Was ist unser Plan? Was tun wir dann? Welche Umkehrpunkte, welche Rekalibrierungsmöglichkeiten wollen wir schon jetzt in den Blick nehmen? Das sind die vier Schritte von Whoop.
[00:21:23] Alessandro: Also Zuversicht ist für mich, wo ich mich in der Zukunft sehe und was ich erreichen will und die Hürden, die ich dafür überwinden muss. Und damit schaffe zu überwinden.
[00:21:37] Panna: Also ich merke so, die meisten Dinge passieren einfach, ohne dass ich da eigentlich wirklich großen Einfluss drauf habe und einfach so ein Zurücklehnen, entspannen und mein Bestes geben. Und dann ist irgendwie so diese Zuversicht, dass es schon werden wird.
[00:21:49] Stella: Ich würde sagen, es ist vor allem als Chef ganz wichtig, dass du deinen Mitarbeitern nicht irgendwie sagst, ihr macht das alles falsch und das, sondern da auch positiv zu sein und auch als Mitschüler oder Mitarbeiter sich gegenseitig zu unterstützen und versuchen, sich nicht den Tag schlechter zu machen.
[00:22:07] Christian Thiele: Bewusst ein besseres Morgen visualisieren, samt der Hürden, die dafür zu überwinden sind. Den Blick auf das fokussieren, was ich, was wir wirklich beeinflussen können und das dann auch in die Hand nehmen und dazu beitragen, dass wir füreinander da sind. Gerade in diesen turbulenten Zeiten für ein besseres Miteinander, für weniger Nebeneinander und für ein erträglicheres Gegeneinander, dass noch mal zusammengefasst ein paar Impulse zum Was und Wozu und Wie von Zuversicht. Vielen Dank. Florian, Nathalie, Alessandro, Panna und Stella für Eure Mitwirkung hier. Mehr zu Zuversicht. Wie gesagt, in unserem neuen Audiokurs Link. Wie gesagt, in den ShowNotes. Und nicht bloß die Zuversicht ist was Kreatives. Auch dieser Podcast ist es. Vielen Dank mal wieder. Mein großartiges Team, liebe Marion, lieber Christoph für Redaktion, Produktion, Perfektion, Inspiration, Transpiration wahrscheinlich auch und alles weitere. Danke Euch, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, da draußen an den Geräten fürs mit dabei sein. Das war's mit dieser Folge von Positiv führen. Und ihr wisst ja wer teilt, vervielfacht, gilt für die Zuversicht. Gilt auch für diesen Podcast. Danke dafür. Bis zum nächsten Mal. Ciao, Servus und bye bye.
Thema dieser Folge: Zuversicht als Führungskraft verstehen, verstärken und verbreiten Überall Umbruch, Unmut, Ungewissheit. Krach, Krise, Konflikt. Rekordzahl an Unternehmenspleiten, Konjunkturprognosen im freien Fall, geopolitische Dauerkrise. Und mittendrin die Frage: Woher nimmst du eigentlich noch Zuversicht?
Hallo bei „Positiv Führen"! In dieser Solo-Episode dreht sich alles um ein Thema, das gerade in Keynotes, Teamworkshops und Einzelcoachings immer wieder auftaucht: Zuversicht
- Was bedeutet sie wirklich – und was nicht?
- Wie unterscheidet sie sich von Hoffnung und Optimismus?
- Warum ist sie gerade jetzt so wichtig, für dich selbst, dein Team und deine Organisation?
- Und: Was sagt die Forschung dazu?
Ich habe dafür auch einen neuen Audiokurs bei LinkedIn Learning aufgenommen – diese Folge gibt einen ersten Einblick, ergänzt um ein paar exklusive Add-Ons. Außerdem kommen Stimmen zu Wort, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen Zuversicht erleben und beschreiben: ein Optiker, eine Kinderkrankenschwester, ein Pfarrer und Nachhilfelehrer, eine Schülerin – und ein Schüler.
Teil 1 dieser Episode – wie immer nachzuhören auf positiv-fuehren.com/spfy – hat das Was und Wozu von Zuversicht beleuchtet.
Diese Folge widmet sich dem Wie – pragmatisch, evidenzbasiert und direkt anwendbar: Wie du Zuversicht konkret verstärken und verbreiten kannst – mit Do's und Don'ts für Führungskräfte.
⏱️ Aus dieser Folge:
- [00:03:08] Zwei Missverständnisse über Zuversicht
- [00:04:30] Negativity Bias verstehen und gegensteuern
- [00:07:09] Übung: Postkarte aus dem Übermorgen
- [00:08:30] Pathway Thinking: Die nächstbeste Handlung identifizieren
- [00:10:30] Zuversicht im Team stärken: Impro-Übung „Glücklicherweise / Unglücklicherweise"
- [00:11:30] Circles of Influence – Hebel dort ansetzen, wo sie wirken
- [00:14:00] Sprache und Kommunikation: Wie Führungskräfte Zuversicht verbreiten oder zerstören
- [00:16:00] Zuversicht auf Organisationsebene – drei Impulse
- [00:19:30] Bonustipp: WOOP-Methode von Gabriele Oettingen (Wunsch → Outcome → Obstacle → Plan: Vom Ziel aus denken, Hürden benennen, Rekalibrierungspunkte festlegen)
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🤝 Weitere Links zu dieser Folge
📖 Frühere Folge mit Hoffnungsforscher Prof. Dr. Andreas Krafft: https://open.spotify.com/episode/4h8074X7wzBtir6G0PBPTp?si=Vnsc2POSQ-aTiSFTfbvxZQ
📖 Erwähnte Studie: The Economist – Gehirn und Immunsystem: https://www.economist.com/science-and-technology/2026/01/21/a-new-study-highlights-the-brains-role-in-immune-health
P.S.: Alleine ist man ja nix! Herzlicher Dank 🙏 daher an:
- Christiane, immer und für (quasi) alles
- Marion Jacobi und Christoph Tampe für Redaktion und Produktion
- Alessandro, Florian, Nathalie, Panna und Stella für eure ehrlichen Antworten zur Zuversicht
- Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
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