Warum und Wieso
Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben.
Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind.
In dieser Folge
Transkript Zuversicht verstehen, verstärken und verbreiten als Führungskraft, Teil 1
[00:00:00] Florian: Ich würde sagen, Zuversicht bedeutet für mich die Sicherheit. Irgendwann mal in der Zukunft mit Familie, Haus. Eigentlich das Klassische, wie sich jeder wünscht.
[00:00:08] Nathalie: Zuversicht zu finden, wenn man die Medien anhört oder liest oder sich darüber unterhält, was derzeit in der Welt stattfindet. Dann fällt es einem wirklich schwer, zuversichtlich zu sein.
[00:00:21] Panna: Es ist so ein Grundgefühl, das ich mit den Dingen, die so im Leben auftauchen, irgendwie klarkomme oder auch Hilfe dafür bekomme, um die Probleme und die Herausforderungen zu meistern.
[00:00:34] Stella: Ich würde sagen, es ist vor allem als Chef ganz wichtig, dass du deinen Mitarbeitern nicht irgendwie sagst, ihr macht das alles falsch und das, sondern da auch positiv zu sein und auch als Mitschüler oder Mitarbeiter sich gegenseitig zu unterstützen und versuchen, sich nicht den Tag schlechter zu machen.
[00:00:52] Christian Thiele: Was du hier gehört hast von Florian, von Natalie, von Hannah und von Stella, das ist schon ziemlich der Bogen dieser Podcastfolge, nämlich das Thema Zuversicht. Grüß dich! Hallo, Moin, moin oder was auch immer du hörst oder hören willst oder sagst zu Positiv führen. Es gibt Podcasts, die versprechen, dein Leben zu verändern. Das ist nicht meiner. Du bist hier wie gesagt, bei Positiv Führen, dem Podcast von und mit mir Christian Thiele. Für Führungskräfte, die pragmatisch genug sind, um zu wissen, dass kein Podcast dein Leben verändern wird, aber die trotzdem neugierig genug sind, um trotzdem hier einzuschalten und dabei zu sein. Danke schon jetzt dafür. Du hast Verantwortung für Teams, für Projekte, für Abteilungen bzw auch für Menschen, die selbst Verantwortung haben, für Teams, Projekte, Abteilungen, Werke usw. Ja, Kalenderweisheiten, Sprüche, die können vielleicht helfen, gibt es hier aber nicht. Die gibt es woanders. Was du hier kriegst, was es hier gibt. Werkzeuge aus der Forschung, aus der Praxis, aus Gesprächen mit Menschen, die beides tun, die beides können, nämlich Denken und tun, handeln und darüber nachdenken. Theorie und Praxis. Woher nimmst du in diesen turbulenten Zeiten Zuversicht? Was heißt eigentlich Zuversicht und was nicht? Wieso ist Zuversicht wichtig für dich, für dich selbst, für dein Team, für deine Organisation? Und wie kannst du sie stärken und Mutlosigkeit verhindern? Ich habe dazu. Wir haben dazu einen neuen Audiokurs gemacht. Ihn gibt es jetzt bei LinkedIn Learning und hier jetzt eine Podcast Episode mit ein paar Auszügen daraus. Naja, und dann auch wieder mit ein paar Addons. Wir können es ja nicht lassen. Die Straße von Hormus auf oder zu Zölle bei 15 oder 25 oder 35 %, der Diesel bei 2,45 € 250 € oder vielleicht schon bei drei? Frisst uns der Russe frisst uns, der Chinese frisst uns.
[00:03:07] Christian Thiele: Trump wirft uns Trump allen zum Fraß vor, frisst die KI unsere Jobs? Ach, und da war doch glaube ich noch irgendwas mit dem Klima. Können wir überhaupt in den Ferien nach Griechenland oder ist da wieder Waldbrandalarm? Überall Umbruch, Unmut, Ungewissheit, Krach, Krise, Konflikt. Der für dieses Jahr erhoffte Aufschwung wird laut neuer Konjunkturprognose der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft VBG ausfallen. Lese ich gerade in der Zeitung. Hier macht ein großer Nutzfahrzeughersteller 80 % weniger Umsatz als im Vorjahr. Dort heißt es 200.000 Unternehmenspleiten in 2025 Rekordzahl. Überall werden Prognosen nach unten korrigiert. Zuversicht? Ja, irgendwie. Falscher Begriff hier, oder? Ja, ich bin ja ein Stück weit auch Krisengewinnler in diesen Zeiten mit so wenig Zuversicht. Denn ich darf viele Keynotes Team Workshops oder auch Einzelcoachings zu genau diesen Themen begleiten. Wird dafür angefragt? Wie finde ich denn selbst Zuversicht in diesen wilden Zeiten? Wie kann ich andere. Wie kann ich mein Team. Wie kann ich meine Organisation auch ermutigen? In all dieser Düsternis Und schon in diesen Anfragen steckt ja auch eine Annahme, die gar nicht so selbstverständlich ist, Nämlich Zuversicht ist etwas, was nicht einfach bloß vom Himmel fällt, sondern da kann ich etwas für tun. Also schauen wir uns an Was kannst du denn dafür tun? Aber erst mal Was heißt denn eigentlich Zuversicht? Und was heißt es nicht? Meine Tochter Stella Danke schon mal an dieser Stelle hat ein paar Menschen dazu befragt, was denn Zuversicht überhaupt ist und heißt und bedeutet.
[00:05:04] Stella: Was bedeutet für dich Zuversicht.
[00:05:07] Nathalie: Dass alles gut wird, was auf uns zukommt?
[00:05:09] Stella: Wie würdest du sagen Fühlt sich Zuversicht an?
[00:05:12] Nathalie: Positiv?
[00:05:14] Florian: Ich würde sagen, Zuversicht bedeutet für mich die Sicherheit. Irgendwann mal in der Zukunft mit Familie, Haus. Eigentlich das Klassische, wie sich jeder wünscht.
[00:05:22] Stella: Und wie würdest du sagen Fühlt sich für dich Zuversicht an?
[00:05:26] Florian: Ängstlich, weil ich nicht weiß, ob es so in die Zukunft so funktioniert oder nicht.
[00:05:32] Stella: Also ich würde sagen, Zuversicht bedeutet, positiv in die Zukunft zu schauen. Ich würde sagen, Zuversicht fühlt sich also gut an? Natürlich. Wenn man zuversichtlich ist, fühlt man sich sehr gut. Und ich glaube, Zuversicht ist zum Beispiel, wenn man man merkt, dass man auf einem guten Weg ist zu dem, was man möchte. Dann ist man, dann fühlt sich, dann fühlt man Zuversicht. Ja.
[00:05:56] Panna: Ja, es ist so ein Grundgefühl, das ich mit den Dingen, die so im Leben auftauchen, irgendwie klarkomme oder auch Hilfe dafür bekomme, um die Probleme und die Herausforderungen zu meistern. Es hat so was Liebevolles, Warmes und auch Freudiges. So wie wenn man so die ganze Zeit irgendwie Geschenke vom Leben bekommt.
[00:06:23] Alessandro: Also Zuversicht ist für mich, wo ich mich in der Zukunft sehe und was ich erreichen will und die Hürden, die ich dafür überwinden muss. Und damit schaffe zu überwinden. Wenn man eine Hürde sieht und ich denke, dass man das vielleicht nicht schafft oder nicht darüber hinweg kommt und dann aber merkt, dass man es doch schaffen kann und das positiv sieht und es einfach als Herausforderung sieht, die man meistern kann.
[00:06:50] Christian Thiele: Ihr habt hier Alessandro gehört, Schüler. Panna, Pfarrer und Nachhilfelehrer. Nathalie, Kinderkrankenschwester. Florian, Optiker und Stella, Schülerin. Und sie haben ganz viel Wahres gesagt zur Zuversicht und auch Unterschiedliches. Ein Gefühl, eine Stärke, eine Denkhaltung, aber auch eine Form des Tuns, eine Form des Handelns. Hoffnung, Optimismus, Zuversicht. Vielleicht auch so was wie Glaube sind ja irgendwie ähnlich. Aber ich will sie hier mal auseinanderfieseln, auseinanderhalten. Und ohne dich jetzt mit zu viel Forschung und Theorie zu langweilen, weil fragst du nämlich zehn Forscherinnen dazu, kriegst du elf verschiedene Definitionen. Hier meine Was heißt Zuversicht für mich? Das Gute sehen, ohne das Schlechte zu übersehen, das real Mögliche anstreben, ohne sich am Unmöglichen zu verheben oder die Zähne auszubeißen. Zu wissen, was ich selbst für ein besseres Morgen oder Übermorgen tun kann, ohne die Unterstützung durch und auch meinen Einfluss auf andere aus dem Blick zu verlieren. Und für mich selbst, für Menschen in meinem Umfeld, die ich beeinflusse. Als Führungskraft zum Beispiel oder auch für eine ganze Organisation. Ja, das ist der Kern von Zuversicht. Ich war gerade in Athen und stand neben einer Büste von Aristoteles. Also das normativ Gute plus reale Möglichkeiten plus praktische Vernunft, das ist die sogenannte Pronesis von Aristoteles in der Nikomachischen Ethik. Wahrscheinlich so 300 und ein paar Zerquetschte vor Christus hat er das geschrieben. Und in der aktuellen wissenschaftlichen Forschung ist man gar nicht so weit weg von dem, was Aristoteles, der alte Aristoteles, damals aufgeschrieben und gedacht hat.
[00:08:55] Christian Thiele: Und da gibt es einen Namen Snyder aus der Hope, aus der Zuversichtsforschung und der sagt Hope ist defined as the perceived capability to derived pathways to desire ed goals and motivate oneself via agency thinking to use those pathways pathways, also Pfade. Und ja, da geht es ganz viel um die Unterscheidung von zwei Begriffen, die ich hier noch mal kurz aufmachen möchte. Willpower und Way Power Willpower ist der Wille, die Motivation, sich auf den Weg aufzumachen in ein besseres Morgen oder Übermorgen, Das wir als Automobilzulieferer auch in der Elektrowelt eine Zukunft haben. Dass ich das hinkriege mit meinem Team oder mit der Integration der neuen Leute ins Team oder auch die rettende Idee in der entscheidenden Matheschulaufgabe. Das ist Willpower und Way Power heißt dann unterschiedliche Wege, unterschiedliche Pfade angehen können in unterschiedlichen Szenarien denken und handeln können, um dieser gewünschten Zukunft dann auch tatsächlich näher zu kommen. Dieser Artikel von Snyder trägt den wunderschönen Titel Regenbogen im Kopf Rainbows in Our Minds und der ist spannend. Und der ist gleichzeitig auch problematisch für mich, weil er für mich auch zeigt, was Zuversicht nicht bedeutet. Weil der Regenbogen ist ja was außen, was Äußerliches, was Unabwendbares für oder gegen den Regenbogen kann ich leider und zum Glück ja gar nichts tun. Das wäre für mich dann eher Hoffnung oder Optimismus. Und Zuversicht hat für mich eine stark handlungsorientierte Komponente.
[00:10:53] Christian Thiele: Apropos Handlung Wieso sollten wir Zuversicht fördern und vielleicht sogar auch gelegentlich fordern? Welchen Nutzen hat sie? Was ist das Why von Zuversicht? Nachdem wir jetzt über das Wort und whatnot gesprochen haben, auch hier wieder ein paar Ergebnisse aus der Wissenschaft, aus der Forschung. Und da stimmt das mit dem Regenbogen vielleicht doch wieder. Denn Zuversicht. Im Amerikanischen eher als hopefulness übersetzt denn als Hope. Ja, Zuversicht hat viele, viele Vorteile. Oder genauer gesagt Zynismus hat es erstmal viel leichter als Zuversicht. Und auch in unseren anderen benachbarten und Nachbarländern Slowakei, Frankreich, Spanien ist der Blick auf die Zukunft überwiegend düster. Und interessanterweise ist dieser Regenbogen im Kopf in nicht westlichen, in ärmeren Gesellschaften durchschnittlich größer, bunter, häufiger. Indien, Jordanien, Rumänien, Ägypten. Dort ist das Glas in Bezug auf die Zukunft eher voll oder halb voll als bei uns. Dort sind die Hoffnungswerte höher. Ich erlebe das auch immer wieder. Neulich war ich in Griechenland. Oder ich war in Sofia, in Bulgarien, wo ich Vorträge halten durfte. Da finde ich es echt. Mehr Drive, mehr Gestaltungswille, mehr Zuversicht, mehr Willpower, mehr Power. Und Angst ist ja auch wirklich schon allein als Wort ein deutscher Exportschlager. Ich habe neulich gelesen, seit 1892 hat Merriam Webster das amerikanische Wörterbuch Angst als Eintrag to engstay engstue engst me. Apropos Griechenland, Bulgarien oder Schweiz Inzwischen sind wir bei 96 Episoden für diesen Podcast und ich bin dafür buchstäblich kreuz und quer durch die Weltgeschichte gefahren.
[00:12:50] Christian Thiele: Wir machen uns große Mühe mit den Inhalten, mit dem Equipment, mit der Produktion, mit der Postproduktion. Wegen dir als Zuhörerin, als Zuhörer, wegen der Gäste und natürlich wegen der Themen? Ja und wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, teile ihn, abonniere ihn, empfehle ihn, kostet nix, hilft uns und allen, die ein Stück Zuversicht suchen, finden oder spenden und verbreiten wollen. Danke schon jetzt dafür. Ich zähle auf dich. Wir zählen auf dich und ich bin zuversichtlich, dass du uns da unterstützt. In unserem Kopf hat die Zuversicht auch eigentlich gar nicht so leicht. Die hat da tendenziell eher Auswärtsspiel, denn wir sind die Nachkommen der Ängstlichen, der Zögerlichen, der Zaghaften. Es war in der Evolutionsgeschichte eher von Vorteil, die da hinter dem Hügel als potenzielle Feinde zu sehen, eher Angst zu haben vor der möglicherweise giftigen Kirsche im Gebüsch oder vor dem Rascheln, vor der Schlange, vor dem Säbelzahntiger, als erst mal den Chablis aufzumachen und den Sonnenuntergang zu genießen. Das ist schön für den Moment, aber statistisch schlecht für die Nachkommenschaft. Und Studien legen nahe, dass jedes negative Wort in einer Nachrichtenüberschrift zum Beispiel die Klickzahl um 2 % erhöht. Das kritische Buchrezensionen wird tendenziell schlauer finden als solche, die loben. Eine andere Studie, das heißt diese negative Verzerrung, die hat uns total im Griff, dieser negativity bias. Apropos schlau Noch ein wissenschaftliches Experiment Menschen wurden angewiesen, Mails irgendwie so umzuschreiben, dass sie kompetenter wirken.
[00:14:46] Christian Thiele: Was sie gemacht haben. Weniger positive Begriffe, mehr Negativität. Theresa Amabile von der Harvard Business School schreibt in einem Artikel über diese Experimente Nur Pessimismus klingt profund, Optimismus wirkt oberflächlich. Pessimismus klingt profund, Optimismus oberflächlich. Ja, denk mal drüber nach, ob das nicht vielleicht auch gerade so ein Mindset ist, was in Deutschland recht weitverbreitet ist. Ich habe den Eindruck, da ist viel Wahres dran. Also mehr passt schon. Rosarote Brille als Standardempfehlung Gar nicht unbedingt. Ich will. In der Sicherheitszentrale eines Kernkraftwerkes gibt es glaube ich noch ein paar in der Welt in einer Prüfstelle für Banken auf dem OP Tisch bei der neurochirurgischen Chefärztin für mein Nervenleiden. Da will ich kein oberflächliches Jaja, wird schon alles gut hören. Da will ich Skeptizismus, Gefahrenbewußtsein, Problemkompetenz. Die sind in vielen Berufen total essenziell und wichtig. Aber in quasi allen Lebensphasen und Lagen bringt Zuversicht viele Vorteile. Zuversichtliche Schülerinnen und Schüler bringen bessere Noten heim. Zuversichtliche Erwachsene berichten von einer höheren Lebenszufriedenheit und hoffnungsvolle, zuversichtliche Seniorinnen und Senioren haben deutlich niedrigere Sterberaten im gegebenen Jahr. Menschen werden im Durchschnitt sogar größer, wenn sie zuversichtlicher sind, erholen sich besser und schneller von Krankheiten, sind statistisch seltener Schmerzpatienten und wenn, dann mit erträglicheren Leiden und weniger Schmerzeinschränkung. Schöner Witz, den ich da gern erzähle. Trifft der Zuversichtliche den Hoffnungslosen, sagt der zuversichtliche Wir leben übrigens länger als ihr, sagt der Mutlose. Geschieht euch ganz recht. Sportler erreichen ehrgeizige Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn sie sich vorstellen können, dass sie und wie sie den Zielstrich beim Marathon unter zwei Stunden Wir überqueren das entscheidende zwei zu eins im Finale schießen oder beim Abschwingen von der Kandahar Abfahrt hier in Garmisch Partenkirchen bei mir daheim die Bestzeit aufleuchten sehen.
[00:17:14] Christian Thiele: Fast wöchentlich erscheinen neue Studien, die den positiven Effekt von Zuversicht auf dies oder jenes nachweisen, auf unser Immunsystem, auf unseren HerzkreislaufApparat, auf unser. Was war es noch mal? Habe ich jetzt gerade vergessen. Schlechter Witz aufs Demenzrisiko und und und und und. Mehr dazu auch in unserem Audiokurs Zuversicht, den seit kurzem auf LinkedIn Learning zu hören gibt. Link in den ShowNotes. Du kannst ihn damit 24 Stunden lang kostenlos anhören. Apropos Geld Zuversicht lohnt sich auch in der Arbeit in der Firma. Ich habe Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmen, in unterschiedlichen Branchen, in unterschiedlichen Größen, immer wieder im Coaching und im Coaching gehabt, in Workshops. Und ich stelle fest Ja, ein gewisses Maß an Zuversicht, an Vorangehen und Vorausdenken ist, glaube ich, schon auch eine wichtige Eigenschaft von Leistungsträgern. Studien legen das auch nahe bei der Untersuchung von Chefs aus Fortune 500 Firmen, also den größten Konzernen in den USA, kam heraus Wer zuversichtlicher ist, performt besser in der Arbeit, produziert mehr kreative Problemlösungen, unabhängig vom Intelligenzquotienten und von anderen Faktoren. Wer zuversichtlicher denkt, arbeitet tendenziell härter und denkt breiter. Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse, also der Zusammenfassung diverser Studien mit insgesamt über 11.000 Beschäftigten, die daran beteiligt waren.
[00:19:01] Christian Thiele: Zuversicht korreliert mit Wohlsein im Job und mit guter Stimmung. Und die steckt an! Du willst keine Chefin haben. Du willst keinen Chef, der dir immer nur vorheult, wie schlimm alles ist. Unsere Performance, unsere Stimmung, diverse körperliche Merkmale und Indikatoren verschlechtern sich nachweislich, wenn wir zu viel Düsternis im Kopf statt der Regenbogen zulassen. Und ein Mangel an positiven Zukunftsbildern geht statistisch einher mit erhöhter Depressivität, mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Wir zahlen einen enormen Preis, wenn wir uns permanent eine Horrorzukunft vorstellen, die möglicherweise auch gar nicht eintrifft Physisch, emotional, für mich selbst, für andere. Zynismus steckt an Zuversicht. Auch die Harvard Business Review berichtet von einer Studie aus 2024, die sagt Arbeiter, die sich von ihrer Führungskraft unterstützt fühlen, erleben stärkere Way Power und bringen diese dann auch auf die Straße. Also mehr Ideen, um Herausforderungen angehen zu können. Sie fühlen sich loyaler gegenüber der Organisation, helfen Kolleginnen und Kollegen häufiger und intensiver. Und in vielen Werkshallen, in vielen Büros habe ich den Eindruck, haben es diese Aufwärtsspiralen, die durch Zuversicht entstehen können, gerade eher schwer. Umso wichtiger für dich, zu wissen, was du tun kannst für mehr Zuversicht und weniger Mutlosigkeit. Und darum geht es dann auch In der nächsten Episode von Positiv führen in zwei Wochen hier schon mal ein paar Impulse von Florian Nathalie, Panna, Stella auf die Frage Wie kann ich dem Virus aus Angst und Sorge etwas entgegensetzen?
[00:20:57] Florian: Ich finde das Thema dieses Work Life Balance ganz cool. Würde mich jetzt ein Kollege umbringen, Aber ich finde das zu mehr live Man hat desto geiler ist es eigentlich. Dann kann man mehr in die Zukunft schauen.
[00:21:08] Stella: Also ich glaube, es ist sehr wichtig, sich nicht zu viel mit negativem Inhalt zu beschäftigen. Natürlich muss man das und es ist auch total okay, aber man sollte sich nicht nur mit Negativem vollballern. Und ich glaube immer Menschen bei sich zu haben, die einen motivieren, die einem sagen, dass alles gut wird, die einen unterstützen. Das ist sehr hilfreich.
[00:21:28] Panna: Jemanden zu haben, dem ich mein Herz ausschütten kann und der zuhört und da ist und mich versteht. Das ist eigentlich schon das, was mir persönlich am meisten hilft.
[00:21:37] Nathalie: Das ist eine schwierige Frage an mich, weil ich habe mein ganzes Leben lang super Chefs und Chefinnen gehabt und insofern habe ich da nie irgendwie das Bedürfnis gehabt oder den Wunsch verspürt, dass die das besser machen müssten.
[00:21:51] Christian Thiele: Das stimmt doch schon mal zuversichtlich, oder? Wie gesagt, in zwei Wochen die nächste Folge von Positiv führen, darauf warten, dann noch mal einschalten. Da erfährst du, wie du Zuversicht verstärken, verbreiten kannst. Auf gesunde Art und Weise. Natürlich konkrete Do's und Dont's für mehr Zuversicht. Oder du kannst in der Zwischenzeit natürlich auch in unseren Audiokurs reinhören. Link dazu in den ShowNotes. Vielen Dank mal wieder an mein großartiges Team, die mich hier unterstützen. Liebe Marion, lieber Christoph, für Redaktion, Produktion, Perfektion, Inspiration und alles weitere. Danke auch Euch! Alessandro. Florian, Nathalie Panastella. Ja, dass ihr das mit uns teilt, was ihr unter Zuversicht versteht. Und natürlich Danke Dir. Danke Euch, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, da draußen, an den Geräten, an den Kopfhörern, fürs mit dabei sein, das war's mit dieser Folge von positiv führen. Bleibt zuversichtlich. Bis zum nächsten Mal. Ciao, Servus und bye bye.
Warum und Wieso Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben.
Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind. Thema dieser Folge: Zuversicht als Führungskraft verstehen, verstärken und verbreiten Überall Umbruch, Unmut, Ungewissheit. Krach, Krise, Konflikt. Rekordzahl an Unternehmenspleiten, Konjunkturprognosen im freien Fall, geopolitische Dauerkrise. Und mittendrin die Frage: Woher nimmst du eigentlich noch Zuversicht?
Hallo bei „Positiv Führen"! In dieser Solo-Episode dreht sich alles um ein Thema, das gerade in Keynotes, Teamworkshops und Einzelcoachings immer wieder auftaucht: Zuversicht
- Was bedeutet sie wirklich – und was nicht?
- Wie unterscheidet sie sich von Hoffnung und Optimismus?
- Warum ist sie gerade jetzt so wichtig, für dich selbst, dein Team und deine Organisation?
- Und: Was sagt die Forschung dazu?
Ich habe dafür auch einen neuen Audiokurs bei LinkedIn Learning aufgenommen – diese Folge gibt einen ersten Einblick, ergänzt um ein paar exklusive Add-Ons. Außerdem kommen Stimmen zu Wort, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen Zuversicht erleben und beschreiben: ein Optiker, eine Kinderkrankenschwester, ein Pfarrer und Nachhilfelehrer, eine Schülerin – und ein Schüler.
„Das Gute sehen – ohne das Schlechte zu übersehen. Das real Mögliche anstreben – ohne sich mit dem Unmöglichen zu verheben."
In zwei Wochen folgt der zweite Teil: Wie du Zuversicht konkret verstärken und verbreiten kannst – mit Do's und Don'ts für Führungskräfte.
⏱️ Aus dieser Folge:
- [00:00] Teaser: Vier Stimmen zur Frage „Was bedeutet Zuversicht?"
- [ca. 02:00] Intro: Worum es in dieser Folge geht – und warum das Thema Zuversicht gerade so brennt
- [ca. 04:00] Überall Krise: Konjunktur, Geopolitik, KI – der Kontext, in dem Zuversicht gefragt ist
- [ca. 06:00] Vox Pops: Alessandro, Florian, Nathalie, Panna und Stella über Zuversicht – was sie bedeutet und wie sie sich anfühlt
- [ca. 09:00] Was Zuversicht ist – und was nicht: Abgrenzung von Hoffnung und Optimismus; Christians Definition
- [ca. 11:00] Aristoteles, Snyder & Co.: Willpower und Waypower – was die Forschung über Zuversicht sagt
- [ca. 13:00] Warum Zynismus es leichter hat: Negativitätsbias, Klickzahlen und das Evolutionserbe
- [ca. 15:00] Die Vorteile von Zuversicht: Schulnoten, Lebenszufriedenheit, Gesundheit, Sterblichkeitsraten – was Studien zeigen
- [ca. 17:00] Zuversicht im Arbeitskontext: Fortune-100-Chefs, Meta-Analysen, Waypower in Teams
- [ca. 19:00] Vox Pops: Was hilft gegen Angst und Sorge? Florian, Stella, Panna und Nathalie antworten
- [ca. 21:00] Ausblick auf Folge 2: Konkrete Do's und Don'ts für mehr Zuversicht – und Hinweis auf den Audiokurs
💡 Was du aus dieser Folge mitnimmst Zuversicht ist kein Schönreden – sondern eine handlungsorientierte Haltung mit drei Kernelementen: das Gute sehen, das real Mögliche anstreben, praktisch handeln Der Unterschied zwischen Hoffnung, Optimismus und Zuversicht – und warum er für Führungskräfte relevant ist Warum unser Gehirn Negativität bevorzugt – und was das für Führung bedeutet Zuversicht steckt an – genauso wie Zynismus. Als Führungskraft hast du Einfluss auf beides Willpower und Waypower (nach Snyder) als zwei Schlüsseldimensionen zuversichtlichen Denkens und Handelns
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- 📈 Mein neuer Audiokurs „Zuversicht" auf LinkedIn Learning: https://www.linkedin.com/learning/zuversicht-als-fuhrungskraft-entwickeln-und-verstarken-31040059
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- 🌱 Neue Ausbildung zum Positive Psychology Facilitator am Institut für Persönlichkeit: https://www.institut-fuer-persoenlichkeit.de/veranstaltung/zertifizierung-zum-positive-psychology-explorer/?aff=Thiele
🤝 Weitere Links zu dieser Folge 📖 Frühere Folge mit Hoffnungsforscher Prof. Dr. Andreas Krafft: https://open.spotify.com/episode/4h8074X7wzBtir6G0PBPTp?si=Vnsc2POSQ-aTiSFTfbvxZQ
📖 Erwähnte Studie: The Economist – Gehirn und Immunsystem: https://www.economist.com/science-and-technology/2026/01/21/a-new-study-highlights-the-brains-role-in-immune-health
P.S.: Alleine ist man ja nix! Herzlicher Dank 🙏 daher an:
- Christiane, immer und für (quasi) alles
- Marion Jacobi und Christoph Tampe für Redaktion und Produktion
- Alessandro, Florian, Nathalie, Panna und Stella für eure ehrlichen Antworten zur Zuversicht
- Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
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P.P.S.: Du machst, ihr macht, Sie machen das gut!


