Spontan auf Knopfdruck: Was Applied Impro mit Führung zu tun hat | mit Vaya Wieser-Weber und Ralf Schmitt (Teil 1)

von CHRISTIAN THIELE

Warum und Wieso

Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben.

Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind. 

In dieser Folge

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Positiv Führen mit Ralf Schmitt und Vaya Wieser-Weber von den Impulspiloten 

Transkript KI-generiert 

Teil 1

[00:00:00] Vaya Wieser-Weber: Im unternehmensinternen Kontext geht es darum, dass Führungskräfte grundsätzlich flexibler werden, dass sie mit unvorhergesehenen Situationen, Veränderungen, Transitionmomenten besser umgehen und dass sie die Möglichkeit haben, einfach, ja entscheidungsfähig zu bleiben, gerade in brenzligen Situationen. Und all das wird im Impro gelehrt.

[00:00:23] Christian Thiele: Applied Impro ist doch eigentlich eher was für die kreativen Typen aus dem Marketing, die sowieso schon total wild drauf sind. Und für den klassischen Ingenieur, die stille Controllerin, den skeptischen CFO, ist das doch nichts, oder?

[00:00:39] Ralf Schmitt: Da widerspreche ich dir. Also ich meine, du hast ja auch schon eine rhetorische Frage gestellt, ob Impro ist die Impro Tools einfach angewandt für jeden. Also die erste Gruppe, die du gerade angesprochen hast, sind für mich die Kreativen. Ich glaube, die verwenden das sowieso schon oder verwenden Methodiken des Impros Pleite. Impro ist für mich, Impro auf die Straße zu bringen oder in die allgemeine Masse.

[00:01:05] Christian Thiele: Es gibt Podcasts, die versprechen, dein Leben zu verändern. Das ist nicht meiner. Grüß dich. Hallo. Moin, Moin oder was auch immer du hörst oder hören willst zu Positiv führen. Das ist der Podcast von und mit mir. Christian Thiele. Für Führungskräfte, die pragmatisch genug sind, um zu wissen, dass kein Podcast dein Leben verändern wird, aber neugierig genug, um trotzdem hier einzuschalten und dabei zu sein. Danke schon jetzt. Du hast Verantwortung für Teams, für Projekte, für Abteilungen, Möglicherse auch für Menschen, die selbst wiederum Verantwortung haben. Für Teams, Projekte, Abteilungen usw. Kalendersheiten. Lebensmotto? Ja, die können vielleicht helfen. Gibt es hier aber nicht. Die gibt es woanders. Was du hier kriegst, was du von mir und von uns bekommst. Werkzeuge aus der Forschung, aus der Praxis, aus Gesprächen mit Menschen, die beides tun, die beides können, nämlich Denken und tun, handeln und darüber nachdenken. Theorie und Praxis. Und ihr habt es schon gehört eingangs heute. Z Menschen, mit denen ich spreche, war ja Vis a. Weber und Ralf Schmidt. Sie sind gemeinsam unter anderem die Impulspiloten. Wir sprechen hier darüber, was sie anbieten, warum es das braucht. Was bringt Impro im Business? Was ist das überhaupt? Was verstehen Sie unter dem Begriff Mindset? Und wie man vielleicht auch die mitnimmt, die mit verschränkten Armen im Workshop sitzen, soll es ja geben. Eigentlich wäre es natürlich jetzt sehr, sehr höflich, wenn ich die beiden erstmal ordentlich vorstellen würde Wer sind die, woher kennen wir uns usw Aber nur mit höflich kommt man ja nicht immer t im Leben. Deshalb gibt es diese Infos später. Danke für eure Geduld und wir starten mal anders. Und zwar wir starten.

[00:02:56] Christian Thiele: Mit einem kleinen Experiment. War Ja, Ralf. Ihr denkt euch jetzt jede, jeder ein Wort aus. Still! Egal welches Wort, Egal welches Register. Ich zähle bis drei und bei drei sagt ihr das gleichzeitig. Ziel ist, dass ihr das gleiche Wort sagt. Schauen wir mal, wie lange ihr braucht. Kein Reden dazwischen, kein Erklären. Seid ihr so t? 123.

[00:03:23] Ralf Schmitt: Vegan.

[00:03:25] Christian Thiele: Vegan. Und schwimmen. Neues Wort. 123.

[00:03:32] Ralf Schmitt: Stand up! Paddeln.

[00:03:34] Christian Thiele: Neues Wort. 123.

[00:03:39] Vaya Wieser-Weber: Essen.

[00:03:41] Christian Thiele: Essen und iPad. Neue Runde. 123.

[00:03:47] Ralf Schmitt: Petersberg.

[00:03:49] Christian Thiele: Petersberg und vegan. Neue Runde. 123. Moderation Falko und Moderation. Neue Runde. 123. Lippenstift, Lippenstift und Chanel. Neue Runde. 123. Rot.

[00:04:07] Vaya Wieser-Weber: Wir haben's doch rot.

[00:04:09] Ralf Schmitt: Ich habe auch rot gesagt.

[00:04:10] Christian Thiele: Was ist das für ein Gefühl?

[00:04:13] Ralf Schmitt: Ich kenne das Spiel. Ich mag das. Es ist ein cooles Gefühl.

[00:04:17] Vaya Wieser-Weber: Ja, Hat ein bisschen lange gedauert heute.

[00:04:20] Christian Thiele: Worum geht es dabei?

[00:04:22] Vaya Wieser-Weber: Dass man gemeinsam dasselbe Wort findet, in dem wir beide unterschiedliche Wörter aufsagen und eine assoziative Brücke finden. Und dabei hoffentlich irgendwann dieselbe assoziative Brücke.

[00:04:37] Christian Thiele: Wieso macht man das?

[00:04:39] Ralf Schmitt: Damit man zusammenfindet. Also wir sind ja von z total unterschiedlichen Wegen gekommen und irgendwann hat man so zusammengefunden.

[00:04:46] Christian Thiele: Und wofür ist das gut?

[00:04:48] Vaya Wieser-Weber: Unterschiedliche Gehirnzellen anzuregen. Assoziatives Denken zu fördern und vor allem, wenn es um Teilnehmende geht, sie aus dem aus dem Strudel des Alltags in den Seminarraum zu bringen und sie darauf vorzubereiten, dass wir gleich ganz wilde, verrückte Sachen machen.

[00:05:08] Christian Thiele: Ganz wilde, verrückte Sachen. Das lieben. Dafür leben die beiden und davon leben die beiden. Sie sind nämlich die Impulspiloten. Sie haben eine Firma für unkonventionelle Events und terbildung, so steht's in ihrer Instabio. Und da steht natürlich nichts anderes als die Wahrheit. Wissen wir ja. Ralf Schmidt ist, glaube ich, der Ältere von beiden. Deshalb starte ich mit ihm. Er macht seit der Schulzeit in den frühen 90er Impro, ist viele Jahre im Ensemble der Hamburger Improgruppe Steife Brise, Stammspieler. Und es gibt einen Satz von ihm. Der ist auch Titel eines Buches. Der macht ihn für mich aus. Ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt. Witzig, selbstironisch und gleichzeitig aber auch sehr, sehr, sehr professionell. Das ist der Teil, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt. So erlebe ich Ralf. Ich kenne Ralf von der German Speakers Association, dem Verband der Vortragsrednerinnen. Da ist er Vizepräsident. Er ist mit Zampano, ich glaube auch Mitgründer des Deutschen Moderatorendages. Und er ist DJ, der immer dann zu Hochform aufläuft, wenn es 00:00 schlägt. Die Geisterstunde in dunklen Kellerräumen. Ralf ist Chef der Impulspiloten GmbH. Die hat er 2015 gegründet. Dazu gleich mehr. Ja, und er ist mir einerseits total fremd und andererseits sehr nah, l er ist nämlich Eisbader fremd, l ist nicht meins. Na, meine Frau macht das auch gern. War ja Visa. Weber wiederum. Sie ist auch im Vorstand der German Speakers Association. Sie ist Impuls. Pilotin Nummer z oder eins ß ich nicht so genau, aber sie ist auf jeden Fall dann Dazugekommen Zu den Impuls Piloten nach einer langen Zeit als Coachin, als Trainerin, als Speakerin.

[00:07:02] Christian Thiele: Sie ist ja unterwegs zu Themen wie psychologischer Sicherheit, Transformation, Growth Mindset, selbst allein, aber eben auch mit und für die Impulspiloten. Die machen sie gemeinsam. Darüber sprechen wir jetzt auch dann noch ausführlicher. Aber Sie bringen so viel schon mal hier. Events und Veranstaltungen und Programme auf die Bühne, die finde ich viel mehr, viel tiefer und was ganz anderes sind als nur in Anführungszeichen. Bühne Impro Hotel ist eines dieser Formate, was die beiden auch machen. Und darüber habe ich war ja und Ralf noch mal ganz anders und viel intensiver kennengelernt. Darüber veranstalten die beiden nämlich Impro basierte Persönlichkeitsentwicklung im Retreat. Format, so heißt es im Werbetext Und es gibt ja Werbetexte, die auch die Wahrheit verkünden. Und ich kann nämlich tatsächlich bestätigen Ja, das ist Impro. Ja, das war ein echtes Retreat. Und ja, das macht was mit dir als Mensch. Kann ich sehr empfehlen und es wirkt nach ein gutes halbes Jahr später nach diesem Event. Nach dieser Veranstaltung habe ich die beiden bei der German Speakers Association, nämlich bei der Interconference. Wir müssen alles hier immer was wir machen, Englisch nennen. Das ist so, bleibt so getroffen für unser Interview. Ja, und wie sich das so anfühlt mit Ihnen, bei Ihnen, neben Ihnen, das darfst du jetzt mal erleben. Da habe ich nämlich quasi den Spieß umgedreht und habe mit ihnen genau das gemacht, was Sie mir damals bei diesem Kurs, bei dieser terbildung beigebracht haben. Auch wieder eine dieser ganz wilden, verrückten Sachen.

[00:08:48] Christian Thiele: Wir machen noch mal was ganz Wildes, Verrücktes. Wie geil! Beschreibt euch selbst mit drei Wörtern. Vaya. Du fängst an!

[00:09:01] Vaya Wieser-Weber: Hm. Unkonventionell. Vegan. Vielseitig.

[00:09:06] Christian Thiele: Ralf, Deine drei Wörter.

[00:09:08] Ralf Schmitt: Freiheit. Verantwortungsbewusst. Emotional.

[00:09:14] Christian Thiele: Wozu solche Sachen machen?

[00:09:18] Vaya Wieser-Weber: Um zu kontextualisieren.

[00:09:21] Ralf Schmitt: Um sich selber besser zu beschreiben.

[00:09:23] Vaya Wieser-Weber: Um sich kennenzulernen. Auf eine besondere Art und se.

[00:09:27] Ralf Schmitt: Um sich klar zu werden, wie man ist.

[00:09:30] Vaya Wieser-Weber: Um schnell eine Verbindung zu schaffen und Teilnehmenden zum Beispiel in einem Workshopraum zu ermöglichen, schnell Kontakt aufzunehmen.

[00:09:39] Christian Thiele: Applied Impro würde man das nennen, oder.

[00:09:43] Ralf Schmitt: Das eine Übung, glaube ich. Aus einer Pleite Impro.

[00:09:46] Vaya Wieser-Weber: Ja, Applied Impro. Nennen wir es dann, wenn es außerhalb des Improtheaters genutzt wird. Er pleite heißt also angewandtes Improvisationstheater applied improve. Und dabei geht es darum, die Tools aus dem Impro in anderen Gebieten nutzbar zu machen bzw zu nutzen. Also die Übung alleine. Angewandt auf dieses Setting, dass wir jetzt ein Interview haben bei deinem tollen Podcast, lieber Christian, für deine Zuhörenden könnte man tatsächlich sagen also Play the Impro.

[00:10:19] Ralf Schmitt: Oder Applied Impro ist, wenn du Impromethoden, also Improtheater im Business anwendest und damit dein Business steuerst, damit deine Firma steuerst damit mit Kollegen umgehst. Das ist Applied Impro für uns.

[00:10:33] Christian Thiele: Für mich durfte ich ja kennenlernen. Dann wirst.

[00:10:36] Ralf Schmitt: Du erleben.

[00:10:36] Christian Thiele: Wir haben uns vorher ja schon kennengelernt. Ich habe euch da noch mal anders kennengelernt. Finde ich ganz großartig, was ihr da gemacht habt und wie ihr es da gemacht habt. Für wen macht ihr das und wieso? In welchen Situationen kommen Auftraggeber Auftraggeberinnen zu euch? Was sollt ihr da lösen mit solchen Spielchen?

[00:11:00] Ralf Schmitt: Ich glaube, ich mach mal auf und dann ergänzt Du ich komme aus dem Impro Theater und habe 1993 mit Impro Theater angefangen und 2003 die Impro Hotels gegründet. Das ist eine Reise für Impro Schauspieler und Schauspielerinnen. Da gibt es verschiedene Formate und ein Format, was wir entwickelt haben. Seit 2025 war Applied Impro, also Impro fürs Business anzuwenden. Das ist der Grundgedanke. Also für Menschen wie zum Beispiel dich oder für Du warst beim Workshop dabei, in unserem ersten für Personalentwickler, für HR'ler, für Führungskräfte mit den Methoden des Impros zu arbeiten. Das ist der Grundgedanke von Applied Impro.

[00:11:40] Vaya Wieser-Weber: Ja, und gestartet haben wir 2016. Wir haben uns kennengelernt auf dem Petersberger Trainertagen. Deshalb war auch dann mit dem Lippenstift und dem Falcon so ter. Da gibt es eine Geschichte dazu, die mag vielleicht ein andermal erzählt werden. Ich bin.

[00:11:53] Christian Thiele: Sehr gespannt.

[00:11:54] Vaya Wieser-Weber: Darauf. Und da begann unsere Zusammenarbeit. Das heißt, ich komme eigentlich ursprünglich aus dem NLP, habe jahrzehntelang Führungskräfteentwicklung gemacht, die also jetzt werden es drei Jahrzehnte. Das ist crazy. Und habe einfach festgestellt, dass ich in vielen Improworkshops Reflexion nicht besonders stattfindet und dachte dann Wow, diese Tools in der Führungskräfteentwicklung wären der Wahnsinn. Und als wir uns kennengelernt haben, haben wir relativ schnell angefangen zusammenzuarbeiten und haben dann unternehmensintern Played Impro angeboten, ohne dass wir wussten, dass es Applied Impro heißt. Und seit 2025 machen wir auch offene Workshops, die praktisch frei buchbar sind für HR usw. Aber ansonsten? Im unternehmensinternen Kontext geht es darum, dass Führungskräfte grundsätzlich flexibler werden, dass sie mit unvorhergesehenen Situationen Veränderungen. Transition momenten besser umgehen und dass sie die Möglichkeit haben, einfach, ja entscheidungsfähig zu bleiben, gerade in brenzligen Situationen. Und all das wird im Impro gelehrt.

[00:13:03] Christian Thiele: Impro ist doch eigentlich eher was für die kreativen Typen aus dem Marketing, die sowieso schon total wild drauf sind. Und für den klassischen Ingenieur, die stille Controllerin, den skeptischen CFO ist es doch nichts, oder?

[00:13:18] Ralf Schmitt: Da widerspreche ich dir. Also du. Ich meine, du hast ja auch schon eine rhetorische Frage gestellt. Applied Impro ist es die Impro Tools einfach angewandt für jeden. Also die erste Gruppe, die du gerade angesprochen hast, sind für mich die Kreativen. Ich glaube, die verwenden das sowieso schon oder verwenden Methodiken des Impros Pleite. Impro ist für mich, Impro auf die Straße zu bringen oder in die allgemeine Masse. Es gibt ja, Du warst ja bei uns dabei. So eine Grundregel ist ja Kultur, die Esskultur. Also wie gehst du mit Veränderung um, dass du erst mal mit einem positiven Mindset daran gehst. Applied Impro ist für uns ganz viel. So eine Mindset Geschichte, so eine Gedankenwelt, so Glaubenssätze für sich zu überprüfen. Wie gehe ich mit der aktuellen Situation um? Das ist für mich die Grundlage von Impro und das glaube ich, kann jeder. Und das Interessante war ja auch die Gruppe, die wir erlebt haben oder die wir auch immer wieder erleben, aus welchen Bereichen die kommen. Also wir haben relativ viele IT ler zum Beispiel dabei, also die dann aus dem Agilen kommen und die Lust haben auf die Methoden des Improtheaters. Also ich nehme da immer sehr viel IT'ler wahr.

[00:14:27] Christian Thiele: Was sind so die Pain Points, also vielleicht einerseits die Schmerzpunkte oder oder Schrägstrich und die Lösungsräume, die sich die Menschen erhoffen, die euch buchen oder die ihr überzeugen könnt, dass das sinnvoll sein könnte, solche Dinge zu machen?

[00:14:44] Vaya Wieser-Weber: Es kommt auf den Kontext drauf an, wir sind ja die Impulspiloten. Wir sind vier Marken einerseits Impulspiloten, wo wir Organisationsentwicklung, Team und Führungskräfteentwicklung gerade im Kontext von Veränderungen anbieten. Und auch sehr stark gebucht werden für partizipative Events, interaktive GroßgruppenFormate, also da, wo es darum geht, Menschen in Bewegung zu bringen. Von A nach B mit der zten Marke, die wir haben, Improhotel, machen wir was Ähnliches, nämlich Persönlichkeitsentwicklung, die improbasiert ist. Und da geht es ja am Ende des Tages darum, dass Menschen entweder Bock haben zu spielen, dann kommen sie ins Improhotel, die unterschiedlichen Editions, die wir haben. Oder sie wollen die Methoden des Improtheaters für ihre Zwecke in ihren Branchen nutzbar machen. Und dann geht es um eine Pleite Impro. Was könnten Pain Points sein? Pain Points könnten sein, warum Menschen unbedingt Impro lernen wollen. Sie wollen flexibler werden. Sie wollen sich leichter tun mit Situationen, die unvorhergesehen sind, jemanden anzusprechen, auf jemanden zugehen. Aber die meisten, So erleben wir, wenn es um reines Impro geht. Die wollen einfach nur auf der Bühne stehen und spielen und lernen dabei parallel einfach offener zu sein. Offen auf die Welt zuzugehen, Unvorhergesehenes schneller anzunehmen. Aber sie kommen weniger wegen Pain Points. Ich habe Probleme, ich komme jetzt ins Improhotel, sondern ich habe Bock zu spielen. Und ich habe Bock, Neues auszuprobieren.

[00:16:16] Ralf Schmitt: Und im Business glaube ich die Pain Points. Und wir haben uns das letzte Mal Christian auf der Weko getroffen, auf der Winterkonferenz der German Speaker Association. Und da war Herr Qi das Thema. Und da war so, wo ich mich auch immer wieder an meine eigenen Improregeln halten musste, Es waren tolle Kollegen und Kolleginnen da, Es wurde aber so viel Qi vorgestellt, dass du manchmal da sitzt und denkst Oh Gott, wie fange ich jetzt an? Und dann zieht man sich vielleicht zurück, anstatt zu sagen Ich starte jetzt einfach mal, also zu sagen, was ist die eine Sache, die du mitnimmst? Also es war bei mir bei der Wiko, wo wir uns letztes Mal getroffen haben, so unglaublich stark, wo ich mir dachte, ich saß da am ersten Tag in lauter Vorträgen und dachte okay, das ist geil. Den Tipp dann quatscht du noch mit Kollegen und Kolleginnen und die kommen auch noch mit Gedanken und du bist so überfordert. Und dann hatte man vor dem Impro Mindset hatte ich glaube ich Angst davor. Also zu sagen Angst, Oh Gott, mit was fange ich jetzt an? Und mit dem Impro Mindset oder mit dem Ableiten? Okay, ich sage jetzt erstmal ja, also dass er die erste Regel und die zte Regel ist so Fehler zulassen. Also ich habe mich dann in mein Hotelzimmer gesetzt und angefangen mit einer App, die mir jemand empfohlen hat, rumzuprobieren. Und der Anfang war einfach erstmal eine Katastrophe. Okay, jetzt entwickelst du es aber ter. Also sozusagen diese ja Kultur und diese Fehlerkultur kombiniert. Das ist für mich ganz starker Pleite. Punkt.

[00:17:28] Christian Thiele: Apropos Pain Points. Meine Pain Points. Was habe ich bei den beiden den Kurs die terbildung gemacht habe. Erstens jedes Zertifikat, jede terbildung, die bei mir vorbeikommt und bei drei nicht auf dem Baum ist. Ich mache sie. Frag meine Frau. Ztens ernsthafter. Ich glaube, dass wir in diesen Zeiten mit so viel Umbruch, Veränderung Ungewissheit Straße von Hormuz offen oder zu Krieg eins angefangen, Krieg z zu Ende. Ja Nein. Ki bricht aus dem Käfig aus und reißt alles um. In diesen Zeiten brauchen wir noch mal anderes oder mehr Rüstzeug. Und wir müssen gerade in Organisationen, wo es um Zuverlässigkeit, um Sicherheit oder überhaupt um was geht, auch noch mal anders lernen. Mit Ambiguität, mit Multikutität, mit Vieldeutigkeit, mit vielen schnellen Wechseln. Und ich ß ja häufig als Führungskraft gar nicht was ist denn nächstes Quartal? Was ist denn nächstes Jahr? Was ist denn überhaupt nächsten Montag Phase? Darüber spreche ich selbst in vielen Keynotes. Das ist ein Thema in quasi jedem Einzelcoaching, in jedem Workshop mit Unternehmerinnen, mit dem Topmanagement, mit der Geschäftsführung. Und für genau diese Workshops und Trainings wollte ich drittens auch noch mal ja was in meinem Methodenkoffer schaffen, was so was schafft und schaffen hilft, was ich Premiumpräsenz nenne. Ein kleiner dunkler Raum, überall Tische, am besten noch schlechtes Essen, keine Zeit. Alle am Handy. Folien, Sätze standardisiert, die alle zum Einschlafen bringen. Das ist für mich Schrott. Präsenz. Die braucht keiner. Da können wir gleich Zoom Calls machen und uns die Zeit des CO2, das Geld und die Energie für die Reise sparen. Premium Präsenz gerade in Zeiten von Teams und Co von KI. Das heißt für mich Kontakt, Begegnung, Auseinandersetzung, Reibung mit mir, mit dir, mit uns, mit den Themen im Hier und Jetzt. Darauf hatte ich total Bock und das hat sich auch total gelohnt. Ich empfehle es links in den ShowNotes.

[00:19:34] Christian Thiele: War ja, Du hast mehrfach das Wort wollen benutzt. Die kommen, l sie wollen. Die haben Bock auf. Im Firmenkontext ist es ja gar nicht immer so, dass alle wollen, sondern da hat eine Lehrerin, spricht.

[00:19:48] Ralf Schmitt: Der erfahrene Trainer.

[00:19:50] Christian Thiele: Genau, der hat gesagt Ich will das und ich will, dass die das wollen. Oder ich hoffe, dass die das wollen. Aber eigentlich ist es vielleicht auch mehr so ein die sollen. Wie verändert das eure Art, das anzubieten?

[00:20:04] Vaya Wieser-Weber: Ja.

[00:20:05] Christian Thiele: Komplett oder gar nicht?

[00:20:06] Vaya Wieser-Weber: Ja, aber das eine ist ja B2B. Das heißt Leute kaufen Tickets und sind eigenmotiviert und kommen zu uns, zu unserer B2B Marke im Hotel. Und die anderen? Genau. Und B2B ist Unternehmen buchen uns und glauben, dass das gut sein könnte. Für die Teilnehmenden, für die Mitarbeitenden im Speziellen, für die Führungskräfte, für Führungskräfte eingekauft. Und da ist es natürlich ganz klassisches, gutes Trainerhandwerk, dass du eine Gruppe von Menschen von deinen Inhalten in einer kurzen Zeit so davon überzeugt, dass sie mitmachen. Und wenn du das nicht kannst, dann ist es eigentlich wurscht, was du für ein Thema hast. Ob das jetzt Kommunikation, Played Impro oder Delegieren ist. Das gehört zum Handwerk. Das heißt, wie kannst du eine Gruppe überzeugen? Was wir tun, ist wir gehen relativ schnell in die Aktion. Wir haben ein eigenes Modell entwickelt, das MDMA Modell. Das heißt, worauf basiert Played Impro Mindset? Ist das eine Didaktik, das zte Methoden, das dritte Anwendungsgebiete das vierte. Und da geht es um die Didaktik. Und die Didaktik im Impro ist immer erfahrungsbasiert. Zuerst machen und dann vielleicht darüber reden und analysieren. Und das lieben die Leute. Das heißt, sie kommen in einen Raum rein und es passiert gleich was. Wir arbeiten mit denen gleich in Bewegung und das finden die immer super, l die sagen Ach, das ist ja komplett anders bei euch, das ist so erfrischend, das tut so gut. Lernen on the fly.

[00:21:34] Christian Thiele: Oder sie kommen in den Raum und es ist gar nichts vorbereitet. Oder die Vorbereitung besteht darin, dass alle so tun, als wäre gar nichts vorbereitet, kann ich eine super Geschichte, die ihr erzählt habt. Ihr st, ihr wisst, was ich meine.

[00:21:47] Vaya Wieser-Weber: Ja, das nutzen wir bei Teambuilding. Es gibt z Arten von Teambuilding, wenn man den Bogen ganz t aufspannen möchte, nämlich da, wo es eigentlich ein Incentive ist, wo die Leute nur Spaß haben sollen. Und das andere ist auf der anderen Seite. Da gibt es wirkliche Probleme. Und da kann ich eine Geschichte erzählen, die ganz spannend ist. Mehrere Teams, die miteinander nicht funktionieren, die bringe ich in einen Raum rein und da steht, wie du schon gesagt hast, gar nichts drin. Und die Aufgabe ist, dass sie in relativ kurzer Zeit einen Raum schaffen sollen, wo es darum geht, dass darin kreativ gearbeitet wird, dass Probleme gelöst werden, dass geplant wird. Und das Servicepersonal in der Veranstaltungslocation ist nur angewiesen zu zeigen, wo die Sachen stehen, also wo Stühle stehen, der Kaffee, die Tassen usw aber das Team muss das selber organisieren. Und je nachdem wie sie das tun Und in diesem speziellen Fall war das eine Katastrophe, kann man sehr genau ablesen, wie das System tatsächlich funktioniert. Das heißt, dieses sie in einen Kontext zu schmeißen, auf Unvorbereitetes einfach mal reagieren zu lassen, ist typisch für Methoden. Ja.

[00:22:57] Ralf Schmitt: Für mich hat es total viel mit Wie gehen wir mit Widerstand um? Das ist dein Podcast. Ist für mich total spannend. Also normalerse macht war ja allein ein Podcast oder ich. Also wir sind entweder sind wir als Host bei unserem Podcast oder wir sind eingeladen und das ist glaube ich unser erster Doppel Podcast oder einer der wenigen Doppelpodcast. Und du hast am Anfang was gestartet und da dachte ich mir, was macht dieser Mann da mit diesem Spiel? Ich kenne das Spiel ja, ich ß gar nicht, ob du es von uns hast oder ob du selber hast. Das sind ganz klassisch.

[00:23:23] Christian Thiele: Habe ich von euch, von wem denn sonst?

[00:23:25] Ralf Schmitt: So ein ganz klassisches Improspiel, was wir auch nicht erfunden haben. Übrigens. Und ich denke mir ganz einfach, was macht Christian denn da? Das überhaupt nicht. Der klassische Podcast ist immer so, dass irgendjemand dich z Minuten lang vorstellt, wie geil du bist und Christian fängt mit was an und die ersten zehn Sekunden war so ein Widerstand. Wo will der jetzt hin? Funktioniert es. Und ich glaube, Impro ist so ein Grundding, mit dem Widerstand umzugehen, dass ich mir denke okay. Und dann ist es dieses. Christian ist ein erfahrener Podcaster, ist ein erfahrener Kollege, Der wird wissen, wo er gerade hinwill. Und das ist für mich halt mit Impro ganz viel zu tun dieses Jahr. Vertraue dem Prozess, also halte dich an Regeln. In gewisser se. Wir sitzen hier, wir haben hier Technik aufgebaut. Das ist alles sehr professionell, was du hier machst. Und du startest mit was, was mich irritiert. Und dann denke ich mir. Nein, Christian ist ein erfahrener Kollege. Sag jetzt einfach mal Ja und lass dich, Also geh damit um. Und das ist so Impro ist für mich ganz viel, mit so Widerständen umzugehen. Die Leute haben, die in so einen Workshop kommen und sagen okay, ich bin jetzt geschickt worden und dann lernst du erst mal so bringst du den n, mit den Widerständen umzugehen und es müssen nicht am Ende alle rausrennen und Hurra schreien. Also das ist ja auch so Motivation. Manchmal ja alle Zucker, Zucker. Darum geht es auch nicht. Aber sozusagen open minded zu sein für die Zukunft.

[00:24:39] Christian Thiele: Apropos Motivation. Wenn dich dieser Podcast motiviert, wenn er dir gefällt, wenn du findest, er kann auch andere motivieren, dann kannst du mindestens drei Dinge tun. Vielleicht kann ich dich dafür motivieren, Sterne geben, auf Spotify, Apple Podcasts usw je mehr desto besser. Den Podcast abonnieren, ihn terempfehlen per Nachricht auf Social Media. Wie auch immer. Danke schon jetzt. Du unterstützt damit unsere Arbeit. Das motiviert. Ja. Und Demotivation? Widerstand. Das war ja hier eben auch ein Thema Umgang mit Widerstand, das MDMA Modell und vieles mehr. Auf all das gehen die beiden in einem wunderbaren Buch ein, das ich schon prä oder pre lesen durfte, glaube ich. Sagt man. Der Improcode 20 Hacks von Profis für Bühne Business Alltag im Gabal Verlag erschienen. Da haben die beiden. Danke a. Danke, lieber Ralf, mal wieder was aus der Community für die Community getan und wirklich super Ideen von großartigen Menschen zusammengetragen, empfehle ich sehr. Auch in den ShowNotes der Link. Wir werden Bücher verlosen. Schaut auf LinkedIn usw. Ich habe eigentlich noch einen Gedanken zum Thema Widerstand, den ich loswerden möchte. Ein Ausbilder von mir, Ich glaube du warst es. Grüße an Dr. Hans Friedel hat mal gesagt Roll dem Widerstand den roten Teppich aus. Super Satz, an den ich oft denken muss, l der Zfel, der Widerstand, die Skepsis, vielleicht sogar die Kritik.

[00:26:16] Christian Thiele: Das zeigt für mich erstens Da ist wer mutig und machts Maul auf. Ztens Offenbar ist das Klima auch so, dass sie oder er sich ermutigt fühlt. Das zu äußern. Ist doch super. Ist doch ein Zeichen von psychologischer Sicherheit, von Innovationsklima. Dazu habe ich hier neulich auch eine Podcastfolge gemacht. Dazu halte ich auch immer wieder Keynotes und Vorträge. Ja, und drittens dieser Widerstand, dieser Zfel, der kommt ja in der Regel nie bloß von einer oder von einem, sondern spricht vielleicht das aus, was auch im Raum ist bei vielen anderen. Und wie du als Führungskraft, als Trainer, als Workshopleiter. Egal, wie du mit diesem Zfel Widerstand umgehst, es kann entweder das Klima für alle total gut erwärmen roter Teppich oder sie fühlen sich total abgemeiert, abgeledert. Und damit bin ich jetzt nicht mehr bei Impro. Damit bin ich jetzt nicht mehr bei Methoden. Damit bin ich auch eigentlich gar nicht mehr bei Führung, sondern bei der Frage Wie gehen wir grundsätzlich mit Dissens, Auseinandersetzung, Fragezeichen, Buntheit, Vielfalt um, Vielfalt von Perspektiven, Herkünften usw. Ja, eigentlich fast schon wieder eine gesellschaftliche und auch politische Frage.

[00:27:36] Christian Thiele: Passt jetzt wunderbar. Ihr habt euer Modell vorgestellt. Fangen wir mal mit dem an Wie.

[00:27:40] Vaya Wieser-Weber: Mindset.

[00:27:41] Christian Thiele: Mindset? Ja, und? Oder dieser Jahr. Geist hast du ja schon eingeführt. Was sind noch wichtige Elemente in Sachen Mindset? Was sind vielleicht auch so Sätze, die ihr im Kopf habt, um dieses Mindset zu beschreiben?

[00:27:56] Vaya Wieser-Weber: Ralf hat ja schon ganz viel davon oder darüber gesprochen. Dieses Dinge zulassen, Unvoreingenommenheit, Irritation aushalten. Ich habe bei der Wiko einen schönen Begriff gehört, diese Ambiguitätstoleranz. Ich ß jetzt gerade nicht, wie es tergeht, aber es wird schon gut sein. Und das sind alles Teile dieses Mindsets. Präsent zu sein, auf den Moment gerade zu achten, was jetzt passiert. Wo guckst du jetzt gerade hin, während du uns interviewst? Und was macht das wiederum mit mir? Und bin ich mir dessen bewusst? Und all das? Präsenz, Fehlerkultur? Ja, Mindset. Unvorhergesehenes zulassen. Aushalten. Damit spielen, neugierig sein, kreativ sein, das Spielerische in all dem zu erkennen. Oder wie es Louise Hay mal gesagt hat Jeder Moment ist taufrisch und neu. Und mit diesem Mindset reagiere ich schon mal ganz anders in der Führung. Mit diesem Mindset treffe ich schon mal andere Entscheidungen. Mit diesem Mindset gehe ich anders mit Mitarbeitenden um. Oder wenn Fehler passieren in unterschiedlichsten Bereichen. Und deshalb ist dieser Mindset in diesem Modell so wichtig. l wenn Führungskräfte zum Beispiel irgendwo Impro spielen, also das gar nicht ins Unternehmen tragen, in dem sie jetzt Trainierende oder Trainer buchen oder Inhalte buchen, sondern nur selber spielen, dann macht das was mit ihrer Einstellung. Und sie führen anders auf Dauer. Zum Beispiel in meinen Coachings. Ich arbeite viel mit Executives, da schicke ich die, wenn die einen gewissen Level an Steifheit haben in Bezug auf Entscheidungen in Bezug auf, wie sie halt in ihrer Denkse sind, müssen die einen Improkurs besuchen an ihrem Ort, wo sie auch immer sind, l das macht einen eklatanten Unterschied. Dann erleben Sie zum Ersten Mal in einer Gruppe Fehler zu machen ist nicht schlimm, das kann man sogar mal abfeiern. Die erleben eine Form von Zusammenarbeiten, die unique ist und das wirkt sich wieder auf die Führung muss. Deshalb ist Mindset so wichtig und es bedeutet nicht, dass man Applied Impro im Unternehmen buchen muss, um Applied Impro zu nutzen oder nutzbar zu machen.

[00:30:10] Christian Thiele: Jetzt bin ich vielleicht bei dir im Coaching. Du hast mich jetzt verpflichtet zu diesem Improzeugs da. Ich habe das gemacht, habe mir vielleicht sogar Spaß gemacht. Ja, vielleicht sagt sogar meine Frau, irgendwas ist anders an Charlie. Ja, jetzt gehe ich in meine Firma und sage Ich will das für uns alle war Ja, gib mir doch mal ein bisschen was Hier, dieser CFO, der ist so ein bisschen schwierig und sobald es 300 € kostet, braucht er irgendwie Argumente. Habt ihr harte KPIS? Zahlen, Daten, Fakten dafür, dass das, was ihr macht, wirkt?

[00:30:47] Vaya Wieser-Weber: Ja, dafür gibt es Studien, die können wir da gerne noch zur Verfügung stellen.

[00:30:51] Christian Thiele: Machen wir in den ShowNotes.

[00:30:52] Vaya Wieser-Weber: Ja. Also, wir bringen in Kürze ein Buch raus. Der Impro Code, wo wir mit vielen Experten Expertinnen 20 Hacks teilen. Und da stellen wir auch das MDMA Modell vor und da gibt es auch Studien dazu, Also eine zum Beispiel. Ohne jetzt genau auf die Quellen einzugehen, das können wir dann in den ShowNotes machen. Ist das Menschen, die Impro spielen oder Teams, die Impro spielen, im Business schneller agieren, besser funktionieren, besser kooperieren Und das ist nachsbar. Oder Führungskräfte, die Impro spielen, andere Entscheidungen treffen, bessere Entscheidungen treffen, sich mit vielem leichter tun. Und stellen wir dir gerne zur Verfügung.

[00:31:33] Christian Thiele: Gibt es denn Situationen, Menschen, Kontexte, wo ihr sagen würdet auf gar keinen Fall da für den in der Situation bitte nicht.

[00:31:43] Ralf Schmitt: Ich glaube, es gibt so ganz genaue Prozesse. Wenn es sehr, sehr, sehr prozessorientiert ist, dann würde ich nicht mit Applied Impro reingehen. Also zum Beispiel in der klassischen Medizin, wenn du, wenn du eine Operation hast oder wenn du ganz, ganz klare Strukturen hast, dann würde ich im akuten Fall nicht mit Impro reingehen, trotzdem aber mit den Gruppen arbeiten. Es gab mal von der Brandeins. Eines meiner absoluten Lieblingsmagazine ein komplettes Heft, was ich dem Thema Improvisation gewidmet hat. Und da gab es einen Polizisten, der eine Spezialeinheit, der glaube ich, der Leiter des SEK irgendeines Bundeslandes war und der über Improvisation geredet hat. Und er sagt, Sie proben so viel Dinge, wie zum Beispiel ein Zugriff funktioniert, damit Sie so fit sind, dass sie im Notfall improvisieren können, wenn Leute auf uns zukommen. Ja, ich kann das nicht. Aber ich will mal improvisieren. Da sage ich nein. Du musst in deinem Thema eigentlich 100 % fit sein, damit du dann improvisieren kannst. Also das war so Ich mache Impro jetzt doch schon länger 33 Jahre. Das am Anfang war so ja, ich kann das nicht. Dann improvisier ich halt. Das halte ich für den totalen Quatsch. Also, sondern du musst in dem Thema eigentlich total fit sein und kannst dann darauf improvisieren.

[00:33:01] Christian Thiele: Ich zitiere Ich kann total gut improvisieren, wenn ich gut drauf vorbereitet bin. Es war, glaube ich, von Ralf Schmidt.

[00:33:08] Ralf Schmitt: Das heißt, ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig.

[00:33:11] Christian Thiele: Bescheid.

[00:33:11] Ralf Schmitt: Gibt, kein Problem. Das ist für mich und dieses dieser Artikel von diesem Polizisten, den fand ich so gut, dass die unglaublich alles total sauber durchproben. Aber wenn es dann und bei so einem Polizeieinsatz geht immer irgendwas schief. Wenn es dann schiefgeht, können Sie aus diesem Rahmen rausgehen. Es gibt so einen Satz von Ruth Cohn ist eine Psychologin, die hat mal gesagt Jeder Plan muss falsch sein, da nie alle Faktoren bekannt sein können. Und das ist so mein Lieblingssatz oder einer meiner Lieblingssätze, der kommt auch in meinem Vortrag vor. Und dann merke ich immer, wenn ich denen sage, dass die in den Stühlen sich dann so einen Tick entspannen, l die merken Ah, okay, irgendwas wird heute schief laufen und wir wissen noch nicht, was. Und das macht. Das macht Spaß.

[00:33:51] Christian Thiele: 20. März 2020 Ich würde glauben, dass wir später mal sagen, dass sich an diesem Tag was geändert hat, was dauerhaft geändert hat und wir irgendwie dann doch in eine andere Zeit gekommen sind. Lockdown Genau. Und mit all dem, was danach kam, würdet ihr das auch so sehen? Bzw würdet ihr sagen, das hat auch noch mal so den Zugang zu Veränderung, Krise, Unvorhergesehenem verändert qualitativ aus eurer Sicht?

[00:34:28] Vaya Wieser-Weber: Ja, absolut. Wir werden in der Digitalisierung nie so t gekommen. Ohne Corona, also vor Corona im Homeoffice zu arbeiten war für die meisten Unternehmen ja ein absolutes Ja gar nicht vorstellbar. Also vieles, was wir jetzt erreicht haben als Gesellschaft, beruht darauf, dass wir ganz schnell reagieren mussten, als Gesellschaft, als Wirtschaft usw. Es gab Unternehmen, die haben sich wahnsinnig schnell und leicht getan. Banken, die haben innerhalb von z Tagen umgestellt und andere gar nicht. Und wir als unternehmen wir Impulspiloten. Uns ging es ja genauso. Das heißt Events. Wir machen ja Events, wir machen Führungskräfteentwicklung, wir machen Organisationsentwicklung, Entwicklung. Das war alles auf Null. Und Ralf hatte schon ewig eine Idee in der Schublade, mal so ein so ein Fernsehstudio zu machen und so eine Übertragung zu machen. So ein Livestream. Und wir hatten vier Tage nach Lockdown eine eigene Veranstaltung mit mehreren Rednern und Rednerinnen. Wir sind ja auch sehr intensiv bei der German Speakers Association ehrenamtlich und stehen selber als Keynote Speaker auf der Bühne und hatten unser eigenes Event, was uns voll um die Ohren geflogen. Und dann hat Ralf gesagt Hey, dann lass uns das doch als Livestream machen.

[00:35:36] Vaya Wieser-Weber: Und wir haben eine Liveveranstaltung innerhalb von 48 Stunden digitalisiert. Wir kannten alle Redner und Rednerinnen und haben uns dadurch relativ leicht getan und hatten unseren ersten Showcase. Und ab da Christian haben wir angefangen, z Jahre lang digitale Events zu verkaufen. Aber natürlich mit unserem Stempel, dass wir unkonventionell sind und richtige, ganz viel Interaktion in die digitalen Business Events gebaut haben. Wir haben zum Beispiel einer großen deutschen Bank eine 20 Meter LED Wand reingebaut und haben mit den Führungskräften, die alle zu Hause vor den Rechnern saßen, Montagsmaler gespielt. Und solche Geschichten und dieses schnell. Okay, das geht jetzt nicht. Okay, was geht? Okay, dann setzen wir alles da drauf. Und dann darauf, Gas zu geben. Das ist typisch Mindset Impro. Ja, das, was jetzt gerade geht, Ja zu sagen, präsent zu sein und sich auf das Machbare zu konzentrieren. Und Corona war vorbei. Er ist ja kein Mensch mehr. Digitale Events bei uns gebucht. Wir sind zu unserem ursprünglichen Business gegangen, aber noch viel ser, noch viel reifer und mit ganz neuem Elan und vielen neuen, anderen Ideen.

[00:36:45] Christian Thiele: Ki Inwiefern verändert das Event im Allgemeinen und vielleicht auch Applied Impro im Besonderen? Ich habe da eine These.

[00:36:57] Vaya Wieser-Weber: Dann sag mal.

[00:36:58] Ralf Schmitt: Ja, die bin ich jetzt auch gespannt.

[00:37:00] Christian Thiele: Also meine These ist, dass alles was zu tun hat mit war Ja, steht da und erklärt uns Folien, so toll sie das auch machen mag. Noch viel weniger wichtig ist, dass alles, was mit Vermittlung von Wissen irgendwie zu tun hat und was auch irgendwie per Zoom stattfinden kann, noch viel weniger wichtig ist. Und dass der Wert von Präsenz wir schippern die jetzt alle nach Hamburg oder in den Teutoburger Wald? Aber warum machen wir das? l etwas entsteht in diesem Seminarhotel im Teutoburger Wald, was nirgends entstehen könnte. Person oder sonst was. Außer wir haben da war ja und Ralf, die uns anleiten und die sozusagen diese Qualität der Begegnung im Hier und Jetzt irgendwie schaffen. Das wäre sozusagen so mein Bogen zum Thema KI und Remote arbeiten, dass so das im Moment noch mal den Wert von Präsenz und von dem, was wir aus Präsenz machen, erhöht.

[00:38:04] Ralf Schmitt: Und dann habe ich deine Frage am Anfang falsch verstanden, l deine Frage für mich war, wie KI Events verändert oder wie die Digitalisierung Events verändert? Ne.

[00:38:15] Christian Thiele: Also jetzt den Kopf. Nee, eher so die Notwendigkeit von Events.

[00:38:21] Ralf Schmitt: Ich glaube, was ich mit dem 20. März geändert hat ist, dass es z z Arten von Menschen ist. Eine Pauschalisierung. Aber es gibt, so glaube ich, die Menschen, die Bock auf Menschen haben wie wir hier im Raum. Und es gibt die Menschen, die weniger Bock auf Menschen haben, die vorher schon nicht gern Menschen treffen wollten. Und ich glaube, da wurde es zum Ersten Mal deutlich, dass die, die gerne allein für sich arbeiten, auf einmal die Erlaubnis hatten. Ich darf alleine für mich arbeiten. Und wenn man sich aber trifft, sich bewusster trifft und sich dann in so eine Masse reingibt und dann glaube ich aber bei Events, was wir immer wieder merken, beide Räume schaffen muss. Du musst einen Begegnungsspace schaffen, Du musst aber auch Rückzug schaffen. Das haben wir gemerkt.

[00:39:04] Vaya Wieser-Weber: Ich finde, die Frage hat sich an sich selbst schon beantwortet, ob KI, Events, terbildung usw mal ablösen wird. Wir haben es ja gesehen während Corona Corona war vorbei und kein Mensch hatte mehr wirklich große Lust auf digitale Events. Und natürlich gibt es den Bereich, dass Leute gerne für sich lernen wollen, aber das Bedürfnis, sich gegenseitig zu treffen und miteinander zu lernen, glaube ich, bleibt ungebrochen.

[00:39:31] Ralf Schmitt: Siehst du allein schon in unserer Podcastaufnahme hier, dass wir ein Ort gesucht haben, wo wir alle drei im selben Raum sitzen. Also man kann ja die Podcast theoretisch auch total digital machen. Über irgendwelche Tools machst du wahrscheinlich auch. Christian Nein. Okay, du machst es nur live. Ist ja super, dass wir zu dritt hier einen Ort gefunden haben, wo wir uns live in einem Raum treffen und mit dir sprechen.

[00:39:51] Christian Thiele: Was ein großes Privileg für mich ist. Um das an der Stelle auch noch mal zu sagen Hochstatus ist, was.

[00:40:01] Ralf Schmitt: Ich glaube, da musst du das Gegenteil. Also es gibt hoch und es gibt Tiefstatus. Ich glaube das einmal zu erklären.

[00:40:07] Christian Thiele: Danke, Herr Dr..

[00:40:12] Christian Thiele: Hochstatus.

[00:40:13] Christian Thiele: Tiefstatus. Was ist es?

[00:40:14] Christian Thiele: Was bringt es? Wo gibt's das? Sorry, aber diesmal gibt es einen richtig fiesen Cliffhanger. Wer die Erklärung zu all diesem haben möchte, hören will, muss bis zur nächsten Folge warten und dann noch mal einschalten. Dann sprechen wir über Status, über das Konzept von Keith Johnston und was das für deine Führungs und Arbeitswelt heißt und wie du es übertragen kannst. Vaya und Ralf verraten dir. Ich durfte dabei sein und zuhören. Dann auch noch ihre Top Hacks aus Applied Impro. Vielen Dank dir mal wieder mein großartiges Team, liebe Marion, lieber Christoph, für Redaktion, Produktion, Perfektion und alles andere. Danke Euch, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer da draußen an den Geräten fürs Dabeisein. Und vielen Dank Dir, liebe Vera Visaweber, lieber Ralf Schmidt, für eure Impro, für eure Inspo, für eure Zeit, für euer Miteinander mit mir. Das war's mit dieser Folge von positiv führen. Bis zum nächsten Mal. Ciao, Servus und bye bye.

Beschreib dich selbst mal mit drei Wörtern. Fällt dir schwer? Wozu solche Spielchen? Weil genau solche Übungen dabei helfen können, flexibler zu werden. Flexibler zu führen. Mich selbst, andere, die Organisation.

In dieser Folge von "Positiv führen" spreche ich mit Vaya Wieser-Weber und Ralf Schmitt. Gemeinsam sind sie die Impulspiloten und bieten unter dieser Marke unkonventionelle Events und Weiterbildungs-Reisen an. Sie arbeiten mit Applied Impro, also angewandtem Improvisationstheater, um Führungskräfte durch diese Tools flexibler zu machen – für unvorhersehbare Situationen, damit sie entscheidungsfähig bleiben und offener werden.

Wie genau sie im Coaching vorgehen, wie Corona ihr Business und die ganze Gesellschaft verändert hat – oder nicht – und was sie, klar, geht ja gar nicht ohne diese Frage, zum Einfluss von KI fühlen, denken, meinen: Das alles hört ihr in dieser Episode.

In der nächsten Folge, ab 15.5.2026, geht es weiter mit Vaya und Ralf: Hoch- und Tiefstatus, ihre Top-Hacks aus dem Applied Impro – und was das alles mit Führung zu tun hat.

🎧 Sämtliche Folgen dieses Podcasts sind auf diversen Podcastplattformen zu hören wie etwa: https://positiv-fuehren.com/spfy https://positiv-fuehren.com/appl

oder, samt Transkript der kompletten Folge, auf https://positiv-fuehren.com/podcast

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💪 Schon mein Angebot zum Stärken-Coaching mit dem CLYOScope gesehen? positiv-fuehren.com/clyos

📈 Schon meinen neuen Audiokurs „Mitarbeiter fördern und fordern statt feuern" gehört? https://www.linkedin.com/learning/instructors/christian-thiele

Schon meinen Newsletter abonniert? 💌 https://positiv-fuehren.com/ (Gern auch den SPAM-Ordner checken…)

Schon das neue Angebot zum PP-Facilitator gesehen, das ich mit dem Institut für Persönlichkeit anbieten darf? https://www.institut-fuer-persoenlichkeit.de/veranstaltung/zertifizierung-zum-positive-psychology-facilitator/?aff=Thiele

🤝 Einige Links zu dieser Folge:

Die Impulspiloten erreichst du hier: https://www.impulspiloten.com oder hier https://www.linkedin.com/company/impulspiloten/

Vaya Wieser-Weber auf LinkedIn – hier lang: https://www.linkedin.com/in/vaya-v-a-wieser-weber-a9260298/

Ralf Schmitt auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ralf-schmitt/

📖 Neu erschienen: „Der Impro-Code – 20 Hacks von Profis für Bühne, Business, Alltag" von Vaya Wieser-Weber und Ralf Schmitt (Gabal Verlag 2026): https://www.gabal-verlag.de/buch/der-impro-code/9783967392838

🎭 Mehr zu Improhotel – improbasierte Persönlichkeitsentwicklung im Retreat-Format: https://www.improhotel.com

P.S.: Alleine ist man ja nix! Herzlicher Dank 🙏 daher an:

  • Christiane, immer und für (quasi) alles
  • Marion Jacobi und Christoph Tampe für Redaktion und Produktion
  • Vaya Wieser-Weber und Ralf Schmitt für eure Gedanken, Spielfreude und Expertise
  • Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!

Was gefällt euch hier gut, was wünscht ihr euch mehr, weniger oder anders? Feedback zum Podcast ist sehr willkommen: https://positiv-fuehren.com/feedback-podcast

P.P.S.: Du machst, ihr macht, Sie machen das gut!

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Christian Thiele

ÜBER DEN AUTOR

Mehr Leistung, Freude, Gesundheit und Sinn, mit den Methoden der Positive Leadership: Darum geht es mir in meiner Arbeit als Coach, Trainer, Teamentwickler und Vortragsredner. Für Führungskräfte, Teams und Organisationen. Verliebt, verlobt und bald verheiratet mit Christiane. Vater. Skitourengeher.

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