P.O.S.S.I.T.I.V.E statt SMARTE Ziele auswählen und verfolgen als VorgesetzteR

CHRISTIAN THIELE

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Mehr delegieren; besser in Konflikte gehen; weniger Screen-Zeit; 5 Kilo abnehmen: Viele gehen mit Vorsätzen ins neue (Arbeits-)Jahr. Das ist auch gar nicht so schlecht, denn die so genannten "fresh beginnings" – Montag, neuer Job, erster Arbeitstag im neuen Jahr – sind gute Anlässe für Veränderung. Katy Milkman schreibt darüber in ihrem sehr lesenswerten Buch „How to change“, eine meiner Lieblingsneuerscheinungen aus dem vergangenen Jahr.

So viel erstmal zum WANN von sinnvollen Zielen. Und zum WAS und WIE? Da schlage ich Ihnen und Euch eine Formel vor, die auf Daniela Blickhans neuem, ebenfalls sehr lesenswerten Buch "Positive Psychologie im Coaching" aufbaut – die P.O.S.S.I.T.I.V.-Formel: 

🚀 Positiv: Ziele, die als Hin-zu-Ziele oder so genannte Annäherungsziele formuliert sind, werden mit größerem Wumms verfolgt und größerer Wahrscheinlichkeit erreicht als Weg-von-Ziele (Vermeidungsziele) – das haben Studien nachweisen können.

🚀 Oekologisch wirft Fragen nach dem sozialen Umfeld auf wie:

  • Wer in meinem Umfeld kann mich in der Zielerreichung unterstützen?
  • Wem könnten meine Ziele gegen den Strich gehen?
  • Wie gehe ich dann damit um?

🚀 Sinnlich repräsentierte Zielzustände, also eine sehr konkrete, erlebbare, multikanalige Vorstellung davon, was alles anders, besser, leichter ist und wie das dann aussieht, vielleicht sogar auch sich anhört, riecht etc. können vor allem dann hilfreich sein, wenn es bei der Zielverfolgung mal hakt. Was es ja schon gegeben haben soll...

🚀 Stärken sind die Dinge, die wir gut können, mit denen wir Erfolg und Performance ermöglichen, die zu unserem persönlichen Markenkern gehören. Welche meiner Stärken helfen mir dabei, mein(e) Ziel(e) zu erreichen, ist es die Widerstandsfähigkeit, die Kreativität, der Optimismus, der Mut oder was auch immer? Stärkenfokus hilft quasi immer, auch wenn es um Ziele geht.  

🚀 Individuelle Ziele sind Ziele, die wirklich in meinem jeweiligen Einflussbereich liegen, die ich zumindest ein Stück weit mitgestalten kann. Im Coaching geht es manchmal darum, diesen Einflussbereich überhaupt auszuloten und zu markieren – Mikro-Veränderungen in der eigenen Tätigkeit umfassen etwa die Aufgabenstellung, das kollegiale Umfeld und die Einstellung zu bestimmten Tasks, die Methode des Job-Crafting nimmt sie in den Blick.  

🚀 Terminierbar, testbar, überprüfbar: Je leichter abzulesen ist, ob wir einem (Zwischen-)Ziel auch wirklich näherkommen oder es sogar errreichen, desto größer der Sense of Accomplishment, desto mehr Anlässe für TaDaas statt immer nur ToDos! 

🚀 Interessant und bedeutsam sind Ziele in der Regel dann, wenn sie auf die psychologischen Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit einzahlen. Wer nach der Folllower-Million oder Dritt-Porsche strebt, tut damit mit großer Wahrscheinlichkeit weniger für ihr oder sein Wohlbefinden als nach mehr Sinnhaftigkeit, Gemeinschaft oder anderen so genannten intrinsisch motivierten Zielen zu streben. 

🚀 Visionäre Vorhaben machen uns kribbeln, sind wie Leitsterne, die uns in der Navigation orientieren, aber vielleicht nie wirklich erreichbar sind. Kim Cameron spricht hier von den so genannten Everest-Zielen: das sind Vorhaben,

  • die eine echte positive Abweichung darstellen
  • deren Verfolgung an sich wertvoll ist
  • die wenig oder ungenutzte Stärken oder Potenziale ausschöpfen
  • einen Beitrag zu einem größeren Ganzen leisten
  • fühlbar mehr Schub und Attraktivität ausstrahlen als kleine, inkrementelle Mikro-Optimierungen.  

Na, wie POSSITIV sind Ihre Pläne angelegt – und die Ihrer Mitarbeitenden? Wie könnten sie POSSITIVer werden? Vielleicht ja ein schönes Thema für einen der ersten Team-Workshops im neuen Jahr?


Wenn Sie mehr wissen wollen

Hier einige Angebote von mir, wenn Sie zu positiver Psychologie im Job und Positive Leadership mehr von mir hören, lesen, wissen, erleben wollen:

💪 Die Stärken besser kennen und nützen, mit Schwächen konstruktiver umgehen, bei mir und meinen Mitarbeitern: Darum geht’s demnächst in meinem neuen Audiokurs. Schon jetzt hier anmelden!

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Mit positiven Grüßen aus Garmisch-Partenkirchen

Christian Thiele

P.S.: Sie machen das gut!

Haufe: Positiv führen. Stärken erkennen und nutzen.

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Christian Thiele

ÜBER DEN AUTOR

Mehr Leistung, Freude, Gesundheit und Sinn, mit den Methoden der Positive Leadership: Darum geht es mir in meiner Arbeit als Coach, Trainer, Teamentwickler und Vortragsredner. Für Führungskräfte, Teams und Organisationen. Verliebt, verlobt und bald verheiratet mit Christiane. Vater. Skitourengeher.

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