„… und beruflich so?“ Job Crafting als Impuls für IHREN Tag der Arbeit

CHRISTIAN THIELE

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Wann wenn nicht zum 1. Mai über den eigenen Job nachdenken? Und wann wenn nicht zu Zeiten, wo eh so viel zur Disposition steht? Deshalb hier und heute: Anregungen für Ihren Job, Ihren Umgang mit Ihren Job – und Ihren Umgang mit dem Umgang Ihrem Mitarbeiter seinem Job (Konjunktivbildung nach Arbeiterführer Franz Müntefering).

Schnitz Dir Deinen Job

Den eigenen Job nicht als gottgegeben und unveränderlich sehen, sondern als gestaltbar, anpassbar verstehen, an die eigenen Kompetenzen, Neigungen, Stärken: Darum geht es im so genannten Job Crafting. Die Tätigkeiten an das anpassen, was uns ausmacht, liegt, Freude bereitet – statt andersherum. 

???Nur eine Minderheit der in Deutschland Beschäftigten gibt in Befragungen an, dass sie ihre Stärken einbringen können, dass sie wirklich für Arbeit brennen. Wer aber seiner Berufung folgen kann statt nur einen Beruf abzusitzen oder einen Job zu erledigen, ist motivierter, engagierter, kündigt seltener, feiert weniger krank, tut mehr für das Betriebsklima und die Kundenzufriedenheit etc. Die Zahlen dazu von Gallup werden ja immer wieder zitiert. 

Wie aber motivieren? Geld oder Eckbüro befeuern die Leidenschaft für einen Job in der Regel nicht oder nur sehr wenig – vor allem wenn es um kreative Tätigkeiten mit größerem Entscheidungsspielraum und Kreativitätsanspruch geht. Unsere Motivation ruht im wesentlichen auf drei Säulen:

  • Autonomie
  • Verbundenheit
  • Kompetenzerleben

Diese drei Säulen sind die drei Strategien des Job Crafting. Schmieden Sie Ihr eigenes (Arbeits-)glück, unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter dabei, dies zu tun. Ausführlich erklärt das alles Marcus Schweighart in seinem schönen, inspirierenden Online-Kurs. Auch das neue Buch „Designing your Work life“ der Stanford-Professoren Bill Burnett und Dave Evans bietet viele Inspirationen und Übungen zum Job Crafting. Hier von mir, quick and dirty, drei simple Fragen:

  1. Was tue ich – und will ich mehr tun oder weniger tun?
  2. Mit wem will ich mehr zusammenarbeiten – mit wem vielleicht lieber etwas weniger?
  3. Und wozu arbeite ich?

Was?

Fragen Sie sich – oder Ihren Mitarbeiter: Welche Tasks und Tätigkeiten, in denen die eigenen Stärken zum Tragen kommen, die Freude und Spaß machen, könnten mehr werden? Mit welchen Methoden, Hilfsmitteln, Verfahren ist die Arbeit leichter, effizienter zu bewältigen?

Mit wem?

Von wem lerne ich in der Arbeit? Wer inspiriert mich? Mit wem ergänzen sich meine Stärken besonders gut? Wer würde von verstärkter Zusammenarbeit mit mir profitieren – und andersherum? Wer könnte mir als Mentorin beistehen, wen könnte ich unterstützen? Das ist die zweite Säule des Job Crafting, das so genannte relational Crafting. 

Wozu? 

John F. Kennedy hat angeblich mal die Raketenabschussbasis Cape Canaveral besucht und dabei eine Reinigungskraft gefragt, was sie denn so mache. „Ich helfe, einen Mann auf den Mond zu bringen“, war die Antwort... 

Know-Why zu haben, zu wissen, wofür mein Tun dient, wer hat eigentlich etwas davon hat – das ist die dritte Strategie des Job Crafting. Welche Kunden, Nutzer, Lieferanten profitieren wie von meiner/unserer Arbeit? Wem tun wir etwas Gutes, als Team, Abteilung oder Organisation? Und was ist mein Beitrag dazu – selbst wenn dieser nicht immer nach außen so sichtbar ist? 

Schon klar: Es können nich alle permament die Welt retten. Und Führende können weder für sich noch für andere die Welt zu einem permamenten Ponyhof machen. Es wird immer Tätigkeiten geben, die weniger spannend sind. Und einE ehrliche ChefIn redet ihren Mitarbeitern öde Aufgaben auch nicht schön. Sondern erkennt im Gegenteil selbst an, dass das Aufbereiten der Daten in Excel oder worum auch immer es geht nicht gerade der Hauptgewinn ist – aber dass dieses ToDo eben gerade wichtig ist, weil... 

Wenn Sie mehr wissen wollen...

Wie geht es Ihnen mit diesen Impulsen? Ich freue mich über Kommentare und Rückmeldungen. Und falls Sie sich fragen, was ich eigentlich beruflich so mache: Ich unterstütze Teams und Führende auf dem Weg zu mehr Leistungsfähigkeit, Freude und MIteinander. Mit Coachings, Teamworkshops und Vorträgen, mal in Präsenz, mal virtuell. Daher hier noch ein bisschen Werbeeinblendung für meine Angebote:

? In der aktuellen Folge meines Podcasts „Positiv Führen“ geht es um Positive Leadership.

? Mein Gratis-E-Book „Mehr Glück im Job“ ist fertig – gerne hier anmelden und downloaden.

Meine aktuellen Interviews und Gastbeiträge finden Sie ??hier.

? Auch in nächster Zeit gibt es diverse Webinare und Seminare zu Positive Leadership – teilweise gratis.

?Natürlich stehe ich für Online-Coachings zur Verfügung – meine Auftakt-Sitzungen sind aktuell kostenlos.

Mit positiven Grüßen

Christian Thiele

P.S.: Sie machen das gut!

Christian Thiele: „Positiv führen in schwieriger Zeit“ (Haufe Verlag, Mai 2020)

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Christian Thiele

ÜBER DEN AUTOR

Mehr Leistung, Freude, Gesundheit und Sinn, mit den Methoden der Positive Leadership: Darum geht es mir in meiner Arbeit als Coach, Trainer, Teamentwickler und Vortragsredner. Für Führungskräfte, Teams und Organisationen. Verliebt, verlobt und bald verheiratet mit Christiane. Vater. Skitourengeher.

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