Positiv führen, wenn es brummt und raucht | mit Thomas Sailer und Rene Stritzinger von der Miba (Teil 1)

von CHRISTIAN THIELE

Warum und Wieso

Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben.

Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind. 

In dieser Folge

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Transkript Positiv Führen Miba Teil 1 Final

(KI-generiert)

[00:00:00] Rene Stritzinger: Eins würde ich den Rene von 2021 empfehlen. Ich habe gelernt, nicht nur auf die Führungskräfte, also Next Level zu sehen, sondern ich würde die Mitarbeiter auch den Fokus sofort geben, weil manchmal irritiert man mit einer Art und Weise, wie Positive Leadership und wie man dann miteinander umgeht, auch Menschen.

[00:00:30] Christian Thiele: Auf was für Irritationen muss man sich denn so gefasst machen als Mitarbeiterinnen, wenn so eine Führungskraft aus dem Positive Leadership Training kommt?

[00:00:39] Thomas Sailer: Die erste Irritation ist definitiv Was war heute schon gut um 8:00 früh? Wenn das Menschen vorher noch nie so gemacht haben? Im beruflichen Kontext, wo es stark um Problemlösung geht, um Firefighting, dann kann so eine Frage schon irritieren.

[00:00:57] Christian Thiele: Hallo zu Positiv führen. Den Podcast von und mit mir. Christian Thiele Für alle, die mehr aus sich und ihrem Team herausholen wollen. Schön, dass du da bist. Du kriegst in diesem Podcast immer praktische Tools, inspirierende Geschichten, kluge Köpfe und wertvolles Wissen für dein Führungsalltag, vorgestellt aus der Welt der Positiven Psychologie und von Positive Leadership. Das ist bei mir immer wissenschaftlich fundiert mit Daten und gleichzeitig hands on. Für deine Taten hands on und gleichzeitig fundiert. Das passt auch sehr gut auf Thomas und Rene, die du eingangs schon gehört hast. Rene Stritzinger ist Produktionsleiter bei der Viva Gleitlager GmbH. Thomas Sailer arbeitet bei der IBA als Organisations und Führungskräfteentwickler mit dem Fokus auf Positive Leadership. Ein paar Worte zur IBA Eine Techfirma in Laakirchen in Oberösterreich ist es 80 Kilometer östlich von Salzburg. Sie wurde 1927 gegründet von Franz Mitterbauer. Deshalb Nipah. Der hat erst mal Motoren repariert und auch hergestellt, hat aus der Schlosserei seines Lehrmeisters eine Spezialwerkstätte für Motoreninstandsetzung gegründet. Und am Ort dieser Werkstatt steht heute das Headquarter einer Firma mit 7566 Mitarbeitenden und 900 Liter 1,187 Milliarden Umsatz hat diese Firma letztes Jahr gemacht, unter anderem in Österreich, Deutschland, USA, Mexiko, Indien. Das sagen alles die Displays im Headquarter. Da habe ich nämlich Thomas und Rene besucht und getroffen. Ja, die Firma ist eine der erfolgreichsten Firmen in Österreich und dementsprechend schaut es auch sehr new Workig aus, wo wir miteinander gesprochen haben. Die Räume heißen Performance. Execution. Inspiration. Da sitzen wir nämlich zum Podcast. Aber vorher haben wir Rene und Thomas das Gleitlagerwerk gezeigt. Hier werden Gleitlager für Dieselmotoren im LKW gebaut und veredelt bis hin zu riesigen Stahl Aluminium Kreuzkopflagern für 21.000 PS starke Schiffsmotoren und Anlaufscheiben für Windräder. Das alles findet Herr Rübenstadt im Werk, wo gemacht und produziert und getan wird. Wir sind jetzt drüben, wo sich die White Collar Herrschaften aus Top Management Herr Verwaltung und so aufhalten. Aber darüber wird noch zu reden sein. Später.

[00:03:46] Christian Thiele: Wenn man die. Keine Ahnung. Nachts um eins begegnet. Irgendwo. Bei einem Glas vielleicht. Und du hast diesen Begriff zu umschreiben und zu umreißen. Was heißt da für dich?

[00:03:57] Thomas Sailer: Positive Leadership Positive Leadership heißt für mich ein Führungsansatz, der von Grund auf menschlich ist Stärkenorientiert, ressourcenorientiert, verbindend. Der Vertrauen und Zutrauen schafft und somit Menschen intrinsisch motiviert, das zu außergewöhnlichen, exzellenten Ergebnissen führt und das am Ende gesunde, mental und körperlich gesunde Menschen daraus macht. Das wäre es für mich eigentlich. Ja.

[00:04:32] Rene Stritzinger: Also das Wort Zutrauen und Vertrauen schaffen ist für mich einfach die Basis und ein Umfeld zu schaffen, wo sich die Mitarbeiter entfalten können. Die Führung unterstützt den Entfaltungsprozess. Und er ist klar und ehrlich. Und die Mitarbeiter spüren das und somit macht man es lesbar und spürbar. Dass das Positive Leadership.

[00:05:01] Christian Thiele: Thomas, Du hattest mir mal erzählt, wenn ich das richtig verstanden habe, dass du einen Auftrag bekommen hast, Positive Leadership einzuführen. Wozu?

[00:05:15] Thomas Sailer: Da muss ich eins oder darf ich eins vorlagern? In Namibia haben wir schon seit vielen, vielen Jahren einen coachingorientierten Führungsansatz. Und wir leben Prinzipien der Führung und der Zusammenarbeit. Das war uns schon immer wichtig. Und das war jetzt die Frage Wie heben wir genau diese Prinzipien, dieses Verhalten auf ein nächstes Level? Und da ist uns durchaus der Positive Leadership Ansatz sehr gelegen gekommen, weil er optimal passt zu dem, was wir eigentlich schon gemacht haben. Und der Auftrag war insofern, nachdem der Vorstand der FIBA vor einigen Jahren ein Positive Leadership Manifest erstellt hat, wo es darum geht. Was ist unser Verständnis davon? Wie verstehen wir Positive Leadership wie wollen wir leben? Es ist darum gegangen, ja, wie bringen wir es jetzt in die Organisation? Wie schaffen wir jetzt die Durchdringung? Bei 7600 Menschen und sprich bei knapp 900 Liedern braucht es eine Idee, wie man das jetzt weiter in die Organisation bringen? Und da war der Auftrag, ein Konzept zu erstellen. Zum einen Wie schaffen wir es, die richtige Haltung zu ermöglichen oder zu erschaffen in der Mannschaft und dann auch abgeleitet davon was ist jetzt das beobachtbare Verhalten? Woran erkennt man jetzt, dass ich ein Positiv Leader bin oder ein positiv energetisierende Leader? Lassen wir es so sagen Ja, genau. Und das war im Grunde der Auftrag, den man auch, würde ich jetzt sagen, mit gesundem Stolz gut geschafft haben. Ja.

[00:06:50] Christian Thiele: Rene, jetzt frage ich dich, Woran erkenne ich denn, dass mein Vorarbeiter, mein Abteilungsleiter, mein Werksleiter, mein Produktionsleiter ein positive Leader ist?

[00:07:04] Rene Stritzinger: Der erste Blickwinkel ist es, wie man in Gespräche reingeht und wie man Sachen, Themenblöcke anspricht und wie man miteinander umgeht. Also auf einer Art und Weise, die was permanent auf Augenhöhe ist, gleichzeitig den Menschen im Vordergrund hat und gemeinsam in einem Coachingansatz, wie der Thomas auch schon erwähnt hat, das nächste Level gemeinsam erreicht. Und da auf den Weg Unterstützer ist und gleichzeitig den Menschen oder den Mitarbeiter die nächste Führungskraft den Raum gibt, seine Wege selbst zu beschreiten, zu lernen und die Erfolge zu feiern. Gemeinsam also. Das ist eigentlich so merkt man das und somit in einen sogenannten Flow kommt, wo man damit das nächste Level gemeinsam erreicht.

[00:08:03] Christian Thiele: Rene, du hast ja drüben gelernt, zehn Wochen feilen, bis Blasen an den Händen irgendwie da waren. Inwiefern war für dich, als du das erste Mal davon gehört hast, Positive Leadership was von herüben, was du nach drüben übersetzen hast müssen? Oder andersrum?

[00:08:24] Rene Stritzinger: Also ja. Also ich bin ja 20 21 bin ich das erste Mal über Positive Leadership gestolpert. Und das Thema drüben, das ist ein Thema. Das, was ja nicht verbindend ist. Und genau an diesem Thema, wie man verbindende Elemente schafft, an denen arbeiten wir Führungskräfte permanent und schauen, wie wir das weiterentwickeln können. Dass es diese Trennung, die was das Wort drüben und drüben ja eigentlich ist, zu einer Verbindung macht. Und ich sehe mich als verbindendes Element, dass ich das auch in Zukunft schaffen werde.

[00:09:10] Christian Thiele: Ihr habt mich ja jetzt durchgeführt, da war es zum Teil auch laut. Ist da, wo wirklich was hergestellt wird, da, wo vielleicht auch das Geld erwirtschaftet wird. Für den 20. ITler, für den 17. Organisationsentwickler und Thomas. Mich hat der sehr beeindruckt, wie viele Gedanken du dir darüber machst oder so, hab ich zumindest verstanden, wo Positive Leadership das gleiche ist. Da wo es laut ist und da, wo sozusagen 42 Nationen mit was weiß ich wie vielen Sprachen zusammenarbeiten müssen. Und da, wo es auf der anderen Seite White Color mäßig vielleicht noch mehr Wissensarbeit auch ist, Wie viel Gemeinsamkeit hat ein positive Leader Herüben und drüben und wie viel Unterschiede muss es auch geben?

[00:10:06] Thomas Sailer: Also ich habe da eine klare Antwort drauf und das erste, was ich das sage ist grundsätzlich ticken wir Menschen alle gleich. Okay, also wir, wir schätzen es, wenn unsere Bedürfnisse gestillt werden, wenn wir gehört werden, Wenn man gesehen werden. Wenn Wertschätzung da ist. Okay, also da mache ich mal überhaupt keinen Unterschied. Es ist das Menschenbild, was dahinter steht. Dann gibt es natürlich schon Unterscheidungen. Und wenn der Rene jetzt schon das Wort Flow angesprochen hat, das Flow Konzept als vom Säntis als Exempel. Dann würde ich sagen, hat ein Maschinenbediener, eine Maschinenbedienerin jetzt nicht die Möglichkeit, wenn ich sage Such dir einen Floh Zeiten vielleicht in deinem Kalender, Weil da wird die Antwort sein Ich muss Teile produzieren. Wie soll das gehen?

[00:11:02] Christian Thiele: Ich bin übrigens in der Frühschicht.

[00:11:04] Thomas Sailer: Ja, genau.

[00:11:05] Christian Thiele: Und eigentlich bin ich ja Nachtmensch oder wie auch immer.

[00:11:08] Thomas Sailer: Genau. Und? Und da braucht es andere Rahmenbedingungen. Da muss man anders drauf schauen. Bleiben wir beim Beispiel Maschinenbedienerin. Da wäre es zum Beispiel beim Maschinen rüsten. Wer perfekte Flugzeit, wenn die richtigen Produkte zur richtigen Zeit, die richtigen Werkzeuge zur richtigen Zeit in der richtigen Menge vor Ort sind, dann gibt man die Möglichkeit, das auch in der Produktion jemand wunderbar in den Flow kommt. Hingegen jetzt im Adminbereich würde ich jetzt sagen in einem Großraumbüro, wie es wir auch haben, kann ich jetzt wieder auf ganz andere Rahmenbedingungen gehen. Wie findet in eurer Kultur, in eurer Zusammenarbeit Möglichkeiten, wie ihr Flowzeiten gestalten könnt? Und hier ist ein wesentlicher Unterschied. Okay, aber noch einmal zurück Alle sind Menschen. Alle ticken gleich, würde ich sagen. Ja.

[00:12:03] Rene Stritzinger: Also ich kann Thomas für mich auch nur sagen, dass wenn ich es betrachte, jetzt unseren Office Bereich und unseren Produktionsbereich, mit welch einer Euphorie die Führungskräfte aus dem Training gekommen sind. Dann sehe ich, die Menschen sind gleich, die Werte dahinter sind unterschiedlich. Also das Bild, was du gesagt hast dahinter und da merkt man je nach Mensch, wie authentisch der Energiefluss ist für Positive Leadership, wie man auch Menschen dazu inspirieren kann, in den Flow zu kommen und Richtung, wie du gesagt hast, die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die was jetzt beim Rüsten sind, ist man im Team. Gemeinsam ist man alleine. Das verändert auch noch mal eine Situation, wie man in den Flow kommt und wie man zusammenarbeitet. Also da sehe ich die Antwort völlig richtig gleich aus meiner Perspektive. Das Menschenbild dahinter, das ist essenziell mit der authentischen Art und Weise, wie man das einfach dann auch lebbar macht für alle Mitarbeiter.

[00:13:18] Christian Thiele: Der Rene von 2026. Was würdet ihr dem Rene von 2021, der ja am Beginn dieser Positive Leadership reise, wenn ich richtig verstanden habe, damals stand? Was würde der dem mitgeben an? Ja, genauso wieder und davon vielleicht mehr das vielleicht anders oder weniger.

[00:13:38] Rene Stritzinger: Also die Frage teilt sich ja in zwei Fragen auf. Also für mich das erste Was würde ich wieder machen? Ist das. Ich würde jedes Training wieder machen. Ich würde sehr viel Zeit investieren, in dem wirklich mit den Mitarbeitern, mit den Führungskräften gemeinsam zu erkennen, was ist überhaupt nötig und was stiftet Sinn dahinter. Und eins würde ich den Rene von 2021 empfehlen Ich habe gelernt, nicht nur auf die Führungskräfte Next Level zu sehen, sondern ich würde die Mitarbeiter auch den Fokus sofort geben, Weil manchmal irritiert man mit einer Art und Weise, wie Positive Leadership und wie man dann miteinander umgeht, auch Menschen. Und das würde ich würde. Einfach in der Klarheit im Sinn, würde ich das einfach in Zukunft, also in der Vergangenheit würde das jedem empfehlen, dass man sofort die Mitarbeiter mitnimmt, sofort die Führungskräfte mitnimmt und das parallel gemeinsam gestaltet. Dass die das die gesamte Organisation weiß. Was passiert jetzt für ein Wandel und warum passiert dieser Wandel? Also das ist einfach was ganz Wichtiges für mich.

[00:15:08] Christian Thiele: Auf was für Irritationen muss man sich denn so gefasst machen als Mitarbeiterin, wenn so eine Führungskraft aus dem Positive Leadership Training kommt?

[00:15:17] Thomas Sailer: Also die erste Irritation ist definitiv Was war heute schon gut um 8:00 früh? Wenn das Menschen vorher noch nie so gemacht haben? Im beruflichen Kontext, wo es stark um Problemlösung geht, um Firefighting, dann kann so eine Frage schon irritieren. Und da begleite ich auch immer wieder Führungskräfte, die zu mir kommen und sagen Das funktioniert im Training, aber es funktioniert nicht in der Praxis. Oder Mein Team ist ist nicht geschaffen dafür. Und da kann ich nur eins sagen Durchhalten. Und ich weiß, es wird immer wieder gesagt die Highlightfrage usw. Aber sie ist wirklich ein Türöffner. Eigentlich für, für, für das ganze Thema. Da bekommt man am schnellsten mit, was für ein Paradigmenwechsel das Thema ist und man spürt selbst sofort, was es mit einem macht und kann auch die anderen gut beobachten.

[00:16:15] Christian Thiele: Wer diesen Podcast kennt, kennt auch die vielen Gedanken, die mir oder uns vor während nach dem Gespräch gekommen sind. Ja, und das mit den Irritationen finde ich spannend. Dazu noch ein paar Gedanken. Passt das auch wirklich zu uns, wenn wir jetzt plötzlich loben? Das ist so eine Irritation oder vielleicht auch bloß eine vermeintliche, die ich oft zu hören bekomme. Und da frage ich dann manchmal flapsig Ist das bei euch so? Also hört ihr das? Dass die Menschen kündigen, weil sie es nicht mehr aushalten, weil sie zu viel gelobt werden? Ist das wirklich so ein großes Problem bei euch? Da werdet ihr nämlich so ein bisschen Exoten, weil in den meisten Organisationen ist es anders und das legen auch die meisten Studien nahe, dass das Problem von zu viel Lob eher ein exotisches Problem ist. 0.2 Kostet das nicht alles so wahnsinnig viel Zeit? Ja, auch so eine Irritation. Na klar, mit den Menschen reden kostet erstmal Zeit, wenn man es vorher nicht gemacht hat. Aber zum einen sind da glaube ich die ernst gemeinte Frage, das echte Interesse in einem drei Minuten Ratsch mehr wert als die 20 Minuten ausgekünstelte Fragenbatterie aus dem Positive Leadership Seminar. Ja, und andererseits ist Zeit halt auch ein bisschen ein Investment, wenn ich mir diese Zeit nehme, wenn ich diese Zeit schaffe, mit den Menschen anders einzuchecken, ist früher oder später auch ein Return da.

[00:17:43] Christian Thiele: Wenn wir es mal so nüchtern sehen wollen, näher dran sein, besser Bescheid wissen, was denn wirklich läuft und was nicht läuft. Ja, und Irritation oder Vorbehalt Nummer drei? Ich würd ja gern. Wir würden ja gern, aber meine Chefin, mein Chef, Ich verstehe das. Und manchmal wirkt es aber auch für mich wie eine Ausrede, warum man halt leider nichts machen kann. Man würde ja gern. Würdest du das von deinen Mitarbeitenden so akzeptieren? Eben da, wo es am dunkelsten ist, da macht die kleinste Funzel den größten Unterschied. Sag ich ganz gern. Die Mizwa Gruppe ist insofern eine spannende Firma, weil es in manchen Bereichen wirklich brummt und in anderen raucht. Buchstäblich. Die Firma kommt ja ursprünglich vom Verbrenner, vom Verbrennungsmotor. Da weiß keiner wirklich aktuell, wo es so hingeht? Ja, und dann ist die mir aber auch in hochmodernen Zukunftsthemen unterwegs. Erzeugung, Übertragung, Speicherung von regenerativen Energien. Da brummt es. Da ist er von Überhitzung die Rede. Und wo wollte ich von Rene und Thomas wissen. Hat es denn Positive Leadership leichter? Da wo es gut läuft oder da, wo es kriselt?

[00:19:00] Thomas Sailer: Aktuell hat es definitiv leichter. Dennoch in, in in dem Sektor sage ich der wachst und brummt. Also lassen wir es vielleicht so kurz sagen Es gibt, wenn du es so ansprichst, vielleicht zwei Fabriken, zwei Produktionsstätten. Die eine fährt in den Keller, die andere fährt durch die Decke, die in den Keller fährt. Hat Sorgen. Die, die durch die Decke fährt, hat Probleme. Man hat lieber Probleme. Wie Sorgen? Okay, Sind zu lösen. Und da ist es schon ein Stück leichter, dass man Positive Leadership Interventionen in das tägliche Tun bringt, wo es wichtiger wäre. Oder kann man das überhaupt unterscheiden? Wüsste ich gar nicht. Es braucht auf beiden Seiten auf jeden Fall. Es ist auch die Fabrik oder der Zweig, der Sorgen hat. Wird es wahnsinnig gut tun, auf Positive Leadership gerade jetzt zu achten.

[00:20:00] Rene Stritzinger: Also ich hatte ja 2021 das Glück, in eine Abteilung zu kommen, wo ja, die Nachfragen der Produkte waren sehr hoch und die Kunden haben leider die Teile nicht immer rechtzeitig bekommen Und die Stimmung war in dieser Abteilung jetzt nicht gerade die beste. Und wie der Thomas richtig sagt, es braucht es in beiden. Ich finde, wenn man den Turnaround von einer Negativspirale und das mit Positive Leadership betrachtet, wie man in der Art und Weise zusammenarbeitet mit den Mitarbeitern. Nicht jetzt, meint Positive Leadership hat etwas zu tun, mit dem ich spreche nur das Positive an, sondern auch bewusst Themen anzusprechen in einer menschlichen Art und Weise, wie man auf Augenhöhe spricht, den Menschen dazu respektiert. Ich habe meine persönlichen Erfahrungen damit gemacht, dass man eine Negativspirale nach oben bringt, dass man durch die Decke fährt, wenn man mit den Mitarbeitern gemeinsam diese Themen positiv, gleichzeitig aber auch mit einer Klarheit und einem dazugehörigen Plan, der jedem verständlich ist, sinnstiftend anzugehen. Und so schafft man den Aufzug Richtung Keller zu vermeiden und Richtung Decke zu fahren. Also das ist für mich eine Erfahrung, die ich machen habe dürfen.

[00:21:34] Christian Thiele: Die Unternehmensgeschichte. Also wenn wir zum einen noch mal ganz kurz zurückgehen bzw eigentlich auch noch mal den Blick weiten. Ihr kommt ja vom Antriebsstrang her eigentlich, oder? Und es ist ja, glaube ich noch auch ein Stück weit auch eure Cashcow oder so alles rund um den Verbrennungsmotor. Und jetzt, in Zeiten, wo es so ungewiss auch ist und Elektro hin oder her und ja oder nein, da sozusagen diesen Aufbruch zu wagen, jetzt dann doch auch in einem familiengeprägten Unternehmen, was ja wahrscheinlich auch immer so ein Stück weit mit Bewahren auch zu tun hat. Wie kriegt man das hin und was hat das mit Positive Leadership zu tun?

[00:22:16] Thomas Sailer: Also das erste Mal, wir beschäftigen uns schon lange damit, natürlich. Und wir haben dann einen ganz klaren Fokus darauf, wo die Reise hingeht. Eigentlich. Also da haben wir eigene Teams, die sich nur mit dem beschäftigen, was in Bezug auf Positive Leadership mir sofort spontan einfällt, ist das Schlagwort Growth Mindset. Also wie kann man Chancen nutzen daraus? Also wie kann ich aus der Opferhaltung, aus der Opferrolle herauskommen? Wie kann ich das reframen im Sinne. Okay, die die Entwicklung ist jetzt so und so was. Das Gute daran was können wir jetzt lernen? Welche Erfolgstories haben wir schon bei ähnlichen Entwicklungen gehabt? Unser Unternehmen gibt es 100 Jahre und in den 100 Jahren haben viele Lieder schon ähnliche Situationen gehabt, mit anderen Überschriften, aber per se. Grundsätzlich war es immer Veränderung, die stattgefunden hat und wo auch Menschen gefordert waren, sich mit den Herausforderungen und Veränderungen mitzuentwickeln. Also lernen, Chancen sehen.

[00:23:28] Christian Thiele: Und wenn man auch mal downsizen muss, wenn man vielleicht sogar einen Standort schließen muss, Wenn man bestimmten Leuten vielleicht auch sagen muss Euren Job wird so nicht mehr geben, wenn man vielleicht auch einen Einzelnen auch mal ansprechen, ermahnen, abmahnen oder vielleicht sich auch irgendwann mal trennen muss. Vermutlich passiert halt auch irgendwann mal Hat es dann mit Positive Leadership überhaupt noch was zu tun oder müssen wir da das Thema Positive Leadership mal kurz beiseite parken, weil das geht halt dann nicht mehr Positive Leadership.

[00:24:04] Rene Stritzinger: Also ich würde da gern drauf antworten, weil natürlich betrifft es jetzt in meiner Rolle natürlich mich als Produktionsleiter sehr oft, wo wir in dieser Situation sind und die klare Antwort ist das Positive Leadership ist allgegenwärtig. Also wenn man es verinnerlicht hat, dann hat es ja was mit dem menschlichen Weg zu tun, Dinge anzusprechen. Und auch wenn wir jetzt wirklich von einer möglichen Kündigung oder auch bewusst Dinge, die was jetzt nicht gut gelaufen sind, anzusprechen, hat es sehr wohl was mit Positive Leadership zu tun, weil wir es ansprechen. Ruhig in einer sachlichen Art und Weise und nicht in einer verletzenden Art, sondern wir gehen auf die Sache ein. Und auch das Feedback ist wertschätzend, auch wenn es zu einer. Wenn es zu einer möglichen Dienstauflösung kommt, dass man dass man auch da beide Seiten Unternehmensseiten, aber auch das des Mitarbeitenden gut auseinandergeht und jede Tür, die die sich schließt, öffnet eine andere Tür. Und somit gehen wir da einfach auch mit einer Klarheit in die Gespräche rein und auch mit sehr viel Zuversicht. Einfach da für beide Seiten.

[00:25:26] Thomas Sailer: Positive Leadership entfacht sich genau in solchen Situationen. Genau Dann spüre und beobachte ich Lieder, die positiv energetisierend führen. Okay, und wenn es zu so schwierigen Gesprächen kommt, dann. Was unterscheidet einen positiv energetisierenden Leader? Indem man sich auf Gespräche ordentlich vorbereitet? Perspektivenwechsel. Wie könnte es der anderen Person gehen? Die Kernfrage von so Was würde sein? Was ist mein Ziel überhaupt in dem Gespräch? Wir machen oft Feedback oder kündigen Dinge an, ohne uns vielleicht wirklich intensiv zu überlegen Was möchte ich eigentlich vermitteln? Was ist dahinter liegend? Noch mal mein Ziel Raus aus der Komfortzone. Okay, wir sind einfach auch soziale Wesen und sprechen die Dinge nicht gerne an, wenn sie schwierig sind. Aber genau da unterscheidet sich schon mal Positive Leadership. Heißt ich spreche die Dinge an und ich spreche sie direkt an. Das ist uns so wichtig. Wir haben nicht die die Handgranate mit Zuckerguss. Also wie man es oft auch lernt. Vielleicht als Leader in Trainings. Ich gehe da rein und eröffne superpositiv. Dann lasse ich die Bombe knallen. Und dann sage ich vielleicht noch einen positiven Abschluss. Wir sprechen die Dinge klar an und wenn sie klar angesprochen sind, setzen wir drauf und schaffen Transparenz. Warum gerade jetzt das Gespräch geführt wird? Warum führe ich das Gespräch? Warum genau mit der Person? Was ist der Hintergrund? Und ja, auch hier ganz klar Das bedeutet Zeit. Und das bedeutet am Ende Ich nehme mir als positiv Leader Zeit für Führung. Und das ist für mich der Kern der noch mal.

[00:27:22] Christian Thiele: Vielleicht ist es ein Spiel, vielleicht ist es gar kein Spiel. Aber mal in Prozentangaben Wie viel Positive Leadership ist Haltung Mindset? Meine Grundhaltung, Wie viel ist Verhalten? Tools, was ich tue, was ich mache, was ich vielleicht auch trainieren kann? Beim Thomas im Training von Montag früh bis Dienstagnachmittag. Wie auch immer. Und wie viel ist. Verhältnisse also letzten Endes eben auch die Rahmenbedingungen, auf die ich ja als Führungskraft vielleicht manchmal mehr Einfluss habe und manchmal weniger. Also Haltung, Verhalten, Verhältnisse. Ich weiß nicht, ob ihr euch auf Prozentzahlen einlassen wollt oder auf ein Ranking. Oder macht es für euch gar keinen Sinn, diese Unterscheidung?

[00:28:13] Rene Stritzinger: Also ich finde, die Frage ist sehr schwierig zu beantworten aus einem Aspekt. Also das erste ist für mich mal wirklich. Ich finde Haltung und Verhalten ist einfach da. Voll was wichtiges. Also ich brauche beides. Und aus meiner Sicht, ich muss auch das Verständnis zu haben, dass es anwenden will. Also können, wollen, dürfen ist da in dem Bereich einfach dann was ganz was wichtiges. Und deswegen sage ich würde mir jetzt nicht auf einen Prozentsatz festlegen, sondern ich sage authentischer Umgang mit seinem Verhalten gegenüber anderen Mitmenschen, respektvoller Umgang und was dann ganz wichtig ist, ist einfach das Haltung und Verhalten passt zu der Person, mir selbst und der Gegenüber. So würde ich das beschreiben für mich.

[00:29:04] Thomas Sailer: Der Prozentsatz ist sicher höher bei der Haltung, aus meiner Sicht ähnlich wie der Rene das schon gesagt hat, einfach nur in anderen Worten, es kommt schon noch mal ganz wesentlich aufs Menschenbild drauf an und was ist meine Einstellung? Was ist der Mindset dazu? Okay. Und vielleicht greifbarer? Beispiel Positiv Leader XY macht seinen Rundgang am Montag und fragt doch alle Kolleginnen und Kollegen, wie es im Training gelernt hat. Wie war dein Wochenende? Hat er doch gehört, oder? Persönliche Beziehungen aufbauen, das stärkt das Team usw.

[00:29:45] Christian Thiele: Steht auf Seite 13 im Manual oder wie auch immer.

[00:29:48] Thomas Sailer: Wunderbar. Er macht auch einen tollen Job. Was sagen die Mitarbeitenden? Seit er diese Runde macht, ist unser Stück weit sogar entfremdet. Warum? Weil er es via Checkliste macht. Okay, weil der Mindset. Weil die Haltung einfach nicht Warum mache ich das überhaupt nicht verstanden worden ist. Die Rahmenbedingungen sind genauso wichtig, das zu schaffen, dass sich Menschen treffen, dass sie sich austauschen, Erfahrungen austauschen, damit sie ihre Stärken einsetzen können. Ganz klar. Also ebenfalls wichtig. Ich würde mich jetzt eher politisch hinlegen und der Gaußkurve zeichnen. Und ich würde sagen, die Haltung ist bei 60 % in der Mitte. Und dann machen wir noch mal 20 % Rahmenbedingungen und 20 % Tools. Wenn du jetzt von mir da Zahlen hören möchtest. Was ich auch ergänzen möchte, ist, dass wir am Anfang sehr stark in den Trainings auf die Haltung geachtet haben. Und jetzt ist was Großartiges passiert. Ich kann wirklich sagen, wenn du möchtest eine Zahl zu 90 95 % der Teilnehmenden. Und wir haben gut 900 Menschen das Thema nähergebracht durch Trainings. Die haben nach zwei Tagen Euphorie 90 %. 95 % sagen Das ist es. Das habe ich gewartet. Das ist so logisch. Das ist so einfach. Das hat mir meine Oma schon gesagt. Und jetzt habe ich noch eine Wissenschaft dazu. Wie cool ist das eigentlich? Und das ist fast wie ein Rausch. Da versetze ich es irgendwie in einen Rausch als Trainer. Was kein Wunder ist, weil ich da viel mit Glückshormonen spiele. Und das geht ja in die Richtung. Und dann kommt der nächste Tag. Die Ernüchterung. Unglaublich. Im Training, am Abend, in der Feedbackrunde noch die lachenden Gesichter. Und wenn ich dann vielleicht durch die Abteilungen gehe, dann sehe ich Mundwinkel, die herunterhängen. Fast ein Stück weit verkatert, wenn man die Rauschanalogie einfach lassen. Und wenn ich dann frage Hey, was ist los? Wo ist der Enthusiasmus? Und dann Ja, schau, aus diesen und diesen Gründen geht es nicht. Und da dann eben gemeinsam schauen, wie können wir jetzt Rahmenbedingungen schaffen, damit die Tools eingesetzt werden? Der Mindset passt schon. Also noch einmal unterm Strich gesagt in der Quintessenz Es braucht alle drei. Die Haltung ist schon ist schon der Startpunkt und das Wesentliche.

[00:32:24] Christian Thiele: Rene an dich was ist es denn? Das, was die Skeptiker, vielleicht sogar der Skeptiker in dir? Wenn es den mal gab oder gibt, sagt oder sagen würde, wenn er es denn ganz oder sie es ganz ehrlich sagen würde gegenüber Positive Leadership.

[00:32:42] Rene Stritzinger: Wenn ich jetzt wieder zurückreist zu dem Rene vor 2020 und nicht etwas über Positive Leadership gelernt oder auch wirklich hinter der Wissenschaft natürlich dann auch interessiert gewesen wäre, dann hätte ich mir gesagt, das ist ja der sogenannte Ponyhof und wir, wir, wir streicheln uns ja alle gegenseitig und und fliegen auf Schmetterlinge durch die Produktion. Ja, und dann ist mal die harte Ernüchterung gekommen. Positive Leadership ist anders. Positive Leadership spricht Sachen klar an Positive Leadership geht sehr viel, um den Sinn dahinter zu übermitteln und wie man da gemeinsam dran arbeiten kann. Und für mich ist das wirklich dann essenziell gewesen. Die Skeptiker, wie der Thomas richtig gesagt hat. Ich finde es super, dass sie es gibt, weil mit denen kann man arbeiten. Was ist jetzt deine Erwartung dahinter? Also ich. Ich bekomme neue Erwartungen. Ich kriege selber neue Blickwinkel mit denen, was ich umgehen lernen kann. Und das ist Das ist super, weil einerseits, wenn er das ist, zeigt er gegenüber mir Vertrauen. Also cool, ich hab schon mal Vertrauen zwischen zwei Menschen geschaffen. Also er hat schon einen positiven Aspekt für mich und ich kenne dann seine Erwartung, was er da hat und kann gemeinsam dann wieder weiterarbeiten. Also das ist eine Sache, die was ich sehr gut finde. Und wenn er erkennt hey, wow, das ist auch was für mich. Und dann sage ich Cool, wir haben einen gleichen Nenner. Und wenn man dann wirklich an Skeptiker Skeptiker hat. Punkt.

[00:34:20] Christian Thiele: Spannende Perspektive, Das mit den Skeptikern. Ich sage auch gern dem Widerstand den roten Teppich ausrollen habe ich aus irgendeiner Weiterbildung. Den AH bringt natürlich häufig eine Person, die Zweifel anmeldet, Dinge vor, die sich andere vielleicht auch still und heimlich fragen. B Insofern braucht es auch Mut, in so einem Trainings Setting mal Fragen zu stellen, als einfach bloß alles abzunicken. Und mit meinem Umgang mit Zweifeln, dass ich mich dann durchaus auch in einer Führungsrolle mit meiner Art, wie ich mit Kritik und Bedenken umgehe, gebe ich ja vielleicht doch auch ein kleines Rollenbeispiel dafür ab, wie man das dann machen könnte. Ab Montagmorgen in der echten Arbeit mit den echten Mitarbeitenden. Apropos Montagmorgen Zum konkreten HAU haben wir eine eigene Folge mit Thomas und Rene gemacht. Da wird sehr praktisch und sehr hands on. Die kommt am 15. raus. Also zwei Wochen nach dieser Folge. Ja und die Mira ist ja eine ZDF Firma sage ich gerne eine Zahlen Daten Fakten Firma. Wenn der Rene in sein Werk kommt, in seine Werkshalle kommt um 5:30, dann schaut er erstmal auf das Display, was auch alle einsehen können.

[00:35:35] Christian Thiele: Die Unfälle oder die Beinaheunfälle? Hoffentlich keine. Die Produktionsquote, die Qualitätszahlen der RohS Return on Sales. Was die Effizienz misst. Ja, und Silke Aubel und Eva Maria Thurnherr König haben an der DHGS, wo ich unterrichte, eine tolle Masterarbeit geschrieben. Kleiner Shoutout an euch beide. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben nämlich erhoben, ob und wie sich Positive Leadership trainings für operative Führungskräfte auf. Das soll und das ist von Führung auswirken. Also wie sich so ein Training einerseits auswirkt auf die Erwartungen an das, was für die Mitarbeitenden gute Führung ausmacht und auf der anderen Seite auf das, wie sie dann die Führung tatsächlich empfinden und wahrnehmen. Und drittens, was das mit ihrem eigenen Wohlsein macht. Diese Daten werden wohl demnächst öffentlich präsentiert auf einer Konferenz. Aber ich kann hier schon mal verraten Ja, es gab signifikante Effekte, die die beiden nachweisen konnten. Glückwunsch hier auch an dieser Stelle an alle Beteiligten. Ich packe euch dazu was hier in die ShowNotes und ich wollte von Rene und Thomas wissen Was waren denn für Sie die wichtigsten Zahlen, die wichtigsten Ergebnisse und wie wichtig sind diese Zahlen und Ergebnisse für Sie?

[00:37:05] Rene Stritzinger: Für mich war das erste die erste Zahl, die was sie verbessert hat, wie ich persönlich einfach die Reise gestartet habe. Und die ist 2021 eben losgegangen und war als erstes die Gesundheitsquote. Also wir haben mit Positive Leadership gestartet, haben Sachen angesprochen, haben Sachen mit Leuten transparent gemacht und als erstes die Gesundheitsquote, die hat sich verbessert.

[00:37:30] Christian Thiele: Wenn ich richtig verstehe, ist allein dieses Wort von dir, Thomas, oder.

[00:37:36] Thomas Sailer: Von mir alleine, oder? Da haben wir maßgeblich daran gearbeitet, von Krankenstand oder oder einfach Fehlzeiten zu Gesundheitsquote zu kommen. Genau.

[00:37:48] Rene Stritzinger: Genau. Und bei dieser Gesundheitsquote haben wir halt eine eine wirkliche Verbesserung und das muss man wirklich sagen. Wir reden da von 20 21. In Phasen von einer covid Situation haben wir eine signifikante Verbesserung erkannt und dann Durch die weiteren Erhebungen haben wir entdeckt Wir haben eine Steigerung in der Leistungsbereitschaft. Also wirklich auch in der Produktivität erkannt. War jetzt keine signifikante Erhöhung, aber wir waren, wo man das Sinnstiftende gehabt haben oder haben nicht gehabt haben, haben, haben wir eine Verbesserung auch in der Produktivität, also auch in der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter gesehen. Ist eben das Meaning Queen Also da ganz klar den Sinn übermitteln was machen wir? Wir haben ein Everest Ziel in dieser Abteilung abgeleitet, um auch die Mitarbeiter des Metering, also den Beitrag zu übermitteln und da einfach ein gemeinsames Bild zu haben. Und das ist einfach was wirklich ganz aus meiner Sicht ganz Schönes gewesen. Wo wir, wo wir dort den Weg beschritten haben.

[00:38:56] Christian Thiele: Gab es Zahlen, die dich besonders überrascht haben in Bezug auf die Wirksamkeit von vom Positive Leadership oder die dich vielleicht auch erstaunt haben und die dir besonders in Erinnerung geblieben sind.

[00:39:12] Thomas Sailer: Das Ergebnis als Gesamtes hat mich eigentlich überrascht. Ich habe mit so einem guten Ergebnis nicht gerechnet. Da ist herausgekommen, dass eine signifikante Verbesserung ist nach zwei Monaten. Das hat mich einfach überrascht. Und ich muss auch ehrlich sagen, ich war sehr froh darüber, weil natürlich, das hätte auch anders ausgehen können. Sehr offen gesprochen. Und jetzt hat es mich doppelt gefreut. Ja, genau.

[00:39:42] Christian Thiele: Ich hatte mit einer Firma zu tun, denen ich ja auch Positive Leadership so ein bisschen nahebringen durfte. Und als wir vorher so ein bisschen über die Konzeption der Trainings gesprochen haben, habe ich gesagt Ja, und ich stelle auch immer so ein paar Zahlen und Studien vor, und dann hat eine maßgebliche Person an der Unternehmensspitze gesagt. Wissen Sie, Herr Thiele, dass mit dieser Wissenschaft, ja, wir wissen, die entwickelt sich auch weiter. Und heute sind es die Zahlen, und morgen sind es jene, die interessieren uns eigentlich gar nicht so, weil für uns passt es zu unseren Werten. Deshalb. Das mit den Zahlen ist uns eigentlich eher egal wie egal ist es bei euch.

[00:40:26] Thomas Sailer: Ja, das verstehe ich auch. Also ich kann nachvollziehen, wenn wenn das jemand sagt und würde auch sagen, das ist ein schlauer Zugang, okay. Und unser Zugang war im Grunde genommen nicht anders. Also da trennt sich das, der Zugang trennt sich. Da möchte ich sagen, es gibt eine Art von Unternehmen, die setzen Positive Leadership ein, um die Zahlen zu erlangen, weil eben die Wissenschaft sagt, das wird rauskommen, okay. Und dann gibt es eben das andere Unternehmen, das sagt Hey, ich gehe auf das, dass Mitarbeitende intrinsisch motiviert sind, dass sie sich wohlfühlen in der Arbeit, dass gerne kommen und dann automatisch kommen. Die Zahlen nachgelagert quasi. Und das war auch unser Ansatz. Also da ist nicht jetzt gekommen. Jetzt machen wir genau diese Initiative, damit wir Zahlen erreichen. Es hätte auch gar nicht gut gepasst zu unseren bisherigen Ansatz, wie wir miteinander umgehen, wie wir uns führen. Also wie ich anfangs schon gesagt habe, es war jetzt nicht auf radikale Änderung. Es war eher Evolution von bestehenden Ansätzen, dass uns aufs nächste Level gehoben hat.

[00:41:48] Rene Stritzinger: Zu dem Zeitpunkt haben wir halt noch nicht gewusst, was Positive Leadership war in der Vergangenheit und haben aber schon in diese Richtung gearbeitet und somit war Next Level, wie du richtig sagst, Thomas. Und ja, das haben wir dann einfach hinbekommen. Also das muss man schon sagen. Das passt auch ganz gut zu uns. Ja.

[00:42:09] Christian Thiele: Dieses Bild von einer Reise ist ja, glaube ich, auch ein paar Mal aufgekommen. Rene, was ist dein nächster Schritt auf deiner Positive Leadership Reise, den du dir so vornimmst? Gibt es da was?

[00:42:23] Rene Stritzinger: Also für mich ist jetzt wirklich die Durchdringung der Organisation einfach und für mich ist es wichtig. Ich habe mir selber das Ziel gesetzt. Ich will, dass das den Leuten Spaß macht, dass man gemeinsam Spaß hat und den Flow, was weiß ich, was ich schon in dem Gespräch vorher gesagt habe, dass ich das Ereignis, dass das kein Sternschnuppen Ereignis ist, sondern dass das gekommen ist, um zu bleiben. Ich möchte irgendwie schaffen, dass ich eine Umgebung schaffe für Produktionsmitarbeiter, für Office, Mitarbeiter Für gemeinsam alle, dass man das lebbar und greifbar macht. Und ein Ziel war Es gibt kein Drüben und Drüben mehr und kein Oben und kein Unten mehr. Weil wenn wir das erreicht haben, gemeinsam, dann ist es ein Wir. Und das war einfach mein, mein, mein Fokus.

[00:43:17] Thomas Sailer: Bei mir ist die Reise und die nächste Haltestelle definitiv, dass ich mit der Organisation mehr in den Transfer komme. Und mein Beitrag wird sein, die Organisation, die Leader und die Schlüsselpersonen zu unterstützen, wie sie einfach die Modelle, die Techniken, die Idee dahinter noch mehr in den Arbeitsalltag integrieren. Sei es mit verschiedensten Formaten, mit neuen Ideen wie können wir es dann noch schaffen? Und parallel dazu das gehört so am Weg zum nächsten. Zielpunkt ist auch, dass man noch mehr in den Austausch kommen. Also das würde mir für die Minibar wirklich wünschen. Weltweit. Das in der Erfolgsstories mit Chinesen, mit USA, also mit Amerikanern, Brasilianern was auch immer, dass wir wirklich sehen und voneinander lernen. Das ist sicher in meinem Fokus jetzt.

[00:44:17] Christian Thiele: Ein Unternehmen, in dem sich Positive Leadership sowohl drüben als auch drüben beweisen muss. Drüben in einer Fabrikhalle mit Dutzenden von Sprachen und der Werkern, die sich vielleicht auch manchmal fragen Warum stellen die da drüben eigentlich den 26. ITler oder den 28. Personalentwickler ein und herüben, wo eben jene ITler und HRler usw sitzen? Und das Ganze dann aber auch noch international. Das finde ich so spannend an der IBA und daran, wie Thomas Rene und Menschen wie Sie das in der Firma vorantreiben. Zum Thema Wie konkreter wird in einer weiteren Folge, Wie gesagt, Teil zwei meines Interviews mit Rene und Thomas. Da spreche ich mit den beiden über das Modell und wir kriegen wertvolle Insights aus ihrem Führungsalltag mit den fünf Säulen. Sind sie überhaupt? Fünf Danke, Rene Stritzinger. Danke, Thomas Sailer für deine, für eure Zeit für eure Insights. Vielen Dank! Wie immer, liebe Marion, lieber Christoph, für Redaktion, Produktion, Sound, Perfektion. Danke Dir und euch fürs Zuhören und fürs Dabeibleiben. Nach dem Dank jetzt noch eine Bitte wenn dir die Folge gefallen hat, kommentiere, was dir gefallen hat like. Empfehle teil diesen Podcast. Kostet nix. Das war's mit dieser Folge von positiv führen. Bis zum nächsten Mal. Ciao, Servus, bye bye.

🛠️ Thomas Sailer arbeitet bei der Miba AG als Organisations- und Führungskräfteentwickler mit dem Fokus auf Positive Leadership. Rene Stritzinger ist Produktionsleiter bei der Miba Gleitlager GmbH. Beide haben maßgeblich daran gearbeitet, Positive Leadership in einer der erfolgreichsten österreichischen Techrfirmen zu implementieren.

Die Miba ist ein 1927 gegründetes Unternehmen aus Laakirchen in Oberösterreich mit 7.566 Mitarbeitenden und 1,187 Milliarden Euro Umsatz. Es produziert unter anderem Gleitlager für Dieselmotoren bis hin zu riesigen Lagern für 21.000 PS-starke Schiffsmotoren und Windräder.

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💡 In dieser ersten Folge sprechen wir über die Herausforderungen und Erfolge bei der Einführung von Positive Leadership in einem Unternehmen, das sowohl traditionelle Produktion ("drüben") als auch moderne Wissensarbeit ("herüben") vereint. Thomas und Rene teilen ihre praktischen Erfahrungen mit:

  • Was Positive Leadership für sie bedeutet - stärkenorientiert, ressourcenorientiert, verbindend
  • Irritationen beim Einführen - "Was war heute schon gut um 8:00 früh?" kann erstmal verwirren
  • Der Unterschied zwischen Produktion und Office - Menschen ticken ähnlich, Rahmenbedingungen unterscheiden sich
  • Umgang mit Skeptikern - "Dem Widerstand den roten Teppich ausrollen"
  • Schwierige Gespräche positiv führen - auch Kündigungen gehören zu Positive Leadership
  • Messbare Ergebnisse - signifikante Verbesserung der Gesundheitsquote und Leistungsbereitschaft
  • Haltung vs. Verhalten vs. Verhältnisse - Thomas' "60-20-20-Regel"

Eine weitere Folge mit Teil 2 dieses Gesprächs erscheint am 15. März, da wird es noch konkreter und hands-on: Thomas und Rene sprechen über das praktische Anwenden der fünf PERMA-Lead Säulen im Führungsalltag.

🎧 Sämtliche weitere Folgen dieses Podcasts sind auf diversen Podcastplattformen zu hören wie etwa:

Für Dich vielleicht spannend: 

💪 Schon mein Angebot zum Stärken-Coaching mit dem CLYOSCope gesehen? positiv-fuehren.com/clyos

📈 Schon meinen neuen Audiokurs "Mitarbeiter fördern und fordern statt feuern gehört?https://www.linkedin.com/learning/instructors/christian-thiele

Schon meinen Newsletter abonniert? 💌 https://positiv-fuehren.com/newsletter

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🤝 Einige Links zu dieser Folge:

Zur Miba hier lang: https://www.miba.com/de/

Thomas Sailer erreichst du hier per E-mail oder auf Linkedin

Rene Stritzinger ist hier zu erreichen.

🎓 Du interessierst dich für die im Podcast erwähnte spannende Masterarbeit von Silke Aubel und Eva Maria Thurnher über die Wirksamkeit von Positive Leadership-Trainings für operative Führungskräfte im Studiengang "Positive Psychologie und Coaching" der "Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport" ? Hier die Koordinaten von Silke Aubel und Eva Maria Thurnher. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse in nächster Zeit ist geplant.

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P.S.: Alleine ist man ja nix! Herzlicher Dank 🙏 daher an:

  • Marion Jacobi und Christoph Tampe für Redaktion und Produktion
  • Thomas Sailer und Rene Stritzinger für die offenen Einblicke
  • die Miba für das Vertrauen und die Möglichkeit, vor Ort zu sein
  • Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!

Was gefällt euch hier gut, was wünscht ihr euch mehr/weniger/anders? Feedback zum Podcast ist sehr willkommen: https://positiv-fuehren.com/feedback-podcast

P.P.S.: Du machst, ihr macht, Sie machen das gut!

PPS: Das könnte Ihnen auch gefallen: 

Christian Thiele

ÜBER DEN AUTOR

Mehr Leistung, Freude, Gesundheit und Sinn, mit den Methoden der Positive Leadership: Darum geht es mir in meiner Arbeit als Coach, Trainer, Teamentwickler und Vortragsredner. Für Führungskräfte, Teams und Organisationen. Verliebt, verlobt und bald verheiratet mit Christiane. Vater. Skitourengeher.

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