20 Fragen zu 50% von 2020: Impulse für eine Halbzeitbilanz

CHRISTIAN THIELE

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Die Halbzeit bezeichnet in vielen Ball- und insbesondere Torspielen den Zeitpunkt, wenn die Hälfte der regulären Spieldauer abgelaufen ist. Zudem ist die Halbzeit eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Hälfte.

...sagt Wikipedia

Ich gehöre ja zu den 0,2 % der deutschen Nicht-Bundestrainern, bin einer der Menschen, die von Fußball erwiesenermaßen nicht die geringste Ahnung haben. Trotzdem weiß ich: Wir haben jetzt Halbzeit also fast Halbzeit, denn wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist am 2. Juli der 183. Tag von diesen verrückten, schwierigen, krassen 2020, sprich: Halbzeit! Bergfest! Hälfte geschafft! Deshalb hier von mir 20 Fragen an 2020, damit Ihr Halbzeitbilanz ziehen könnt:

– über das was – trotz allem – gut war bisher. 

– über das was bisher schwierig war. 

– über das was ihr mit der zweiten Halbzeit anfangen wollt.

Und zwar für Euch als Führungskräfte sowie für Euch als Partner, Eltern, Menschen. 

Was ist gut gelaufen? 

  1. Was war bisher schön in diesem Jahr? Was hat mir Freude gemacht, Begeisterung geweckt, mich angehört, mir sonstwie positive Empfindungen verschafft, auch wenn es nur vermeintlich kleine Dinge waren? Und wie und womit habe ich meinen Mitarbeiterinnen, meiner Familie, Freunden gegenüber Zuversicht ausgestrahlt oder sonstwie zu mehr positiven Empfindungen verholfen?
  2. Wie und wo konnte ich meine Stärken ausspielen, gerade in diesen schwierigen Zeiten, als Chefin, als Kollege, als Freundin, als Vater, als Partnerin? Wie habe ich die Stärken anderer Stärken können?
  3. Wer hat mich unterstützt, wem und was kann ich dafür dankbar sein? Wem konnte ich helfen? Wem bin ich näher gekommen? 
  4. Was habe ich als sinnstiftend, als bedeutungsgebend empfunden in dieser Zeit? Wo war ich systemrelevant? Wo habe ich anderen den Sinn ihres Tuns vermitteln können?
  5. Worauf bin ich stolz, was ist mir gut gelungen bisher? Was waren große, mutige, laute Erfolge – und was kleine, kaum sichtbare aber doch wichtige Zwischenschritte – für mich als Chefin, als Chef, aber vielleicht auch als Partnerin, als Vater, als Freundin, als Kollege? Wie konnte ich andere in ihrer Wahrnehmung von Fortschritt, Weiterkommen, Zielerreichung unterstützen?
  6. Und was habe ich dazugelernt, neu gelernt in dieser ersten Halbzeit? Was kann ich jetzt, was weiß ich jetzt, was ich Anfang 2020 noch nicht wusste?

Was war schwierig? 

  1. Was war schwierig, anstrengend, traurig an dieser ersten Jahreshälfte? Was will ich am liebsten vergessen, begraben, beenden aus dieser ersten Jahreshälfte – für mich persönlich, für meine Mitarbeiter, für meine Organisation?
  2. Was müsste passieren, damit die zweite Jahreshälfte noch schwieriger als die erste wird? 
  3. Wo konnte ich meine Stärken nicht einbringen? Was hat mich ausgebremst, mir meine sonst üblichen Flowerlebnisse erschwert? Wo hat auch meine Belegschaft, meine Organisation ihre sonst üblichen Stärken nicht ausspielen können?
  4. Mit wem habe ich es schwer gehabt in der ersten Halbzeit, mit welchen Kolleginnen, Kunden, Mitarbeiterinnen, Freunden, Familienmitgliedern? Mit wem klappen die Doppelpässe so gar nicht, mit wem will ich weniger zusammenspielen, weil es mir nicht guttut? Los
  5. Was war sinnlos, was war vergebens, was war bedeutungslos in der ersten Halbzeit?
  6. Wo habe ich, wo haben wir am Tor vorbeigeschossen? Welche Misserfolge muss ich mir für die erste Hälfte von 2020 eingestehen? Was hat nicht geklappt – in der Firma, im Team, im Leben? 

Was soll noch kommen?

  1. Wie will ich in die zweite Halbzeit 2020 starten? Was habe ich vor, was soll mehr werden, was weniger?
  2. Was macht mich neugierig für die zweite Halbzeit? Worauf freue ich mich? Was könnte witzig werden? Wie werde ich Interesse, Gelassenheit, Freude fördern in meinem Umfeld?
  3. Worauf will ich mich fokussieren im Rest von 2020? Was will ich priorisieren – und was posteriorisieren? 
  4. Wie werde ich meine Stärken – die offensichtlichen und die verdeckten – für die zweite Halbzeit mobilisieren, in meiner Organisation, in meinem Team, in meiner Familie, im Freundeskreis? 
  5. Wenn will ich einwechseln, wer soll wichtiger werden? Und wer soll ruhig mal auf die Ersatzbank, wen will ich auswechseln in der zweiten Hälfte – im Unternehmen, im Leben?
  6. Wenn ich in zehn, zwanzig Jahren guten Freunden, einem Mitarbeiter oder meiner Chefin von 2020 erzählen werde – was werde ich da sagen? Welche Bedeutung werde ich diesem Jahr geben, wofür könnte es gut gewesen sein, welchen Sinn könnte es gehabt haben – für die Firma, fürs Team, für die Familie, für mich?
  7. Was sind meine zwei, drei großen Ziele für die zweite Halbzeit? Und wenn ich mir die anschaue: Was verbindet diese Ziele vielleicht miteinander, was liegt hinter ihnen, was ist das große Gemeinsame?  
  8. Damit beim Abpfiff 2020 ein dennoch irgendwie gutes, rundes Jahr für mich, meine Familie, meine Mitarbeiter gewesen sein wird – was muss in der zweiten Halbzeit unbedingt noch passieren? Was wäre ein kleiner Schritt dahin, den ich gleich jetzt machen kann? Und wer oder was kann dabei hilfreich sein?

Und jetzt?

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Mit positiven Grüßen

Christian Thiele

P.S.: Sie machen das gut!

Christian Thiele: „Positiv führen in schwieriger Zeit“ (Haufe Verlag, Mai 2020)

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Christian Thiele

ÜBER DEN AUTOR

Mehr Leistung, Freude, Gesundheit und Sinn, mit den Methoden der Positive Leadership: Darum geht es mir in meiner Arbeit als Coach, Trainer, Teamentwickler und Vortragsredner. Für Führungskräfte, Teams und Organisationen. Verliebt, verlobt und bald verheiratet mit Christiane. Vater. Skitourengeher.

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